Wiesendangen

Millionen für die Mehrzweckhalle

Insgesamt 5,5 Millionen Franken will die Gemeinde in die Sanierung der Wisenthalle und die Erweiterung der Bibliothek investieren.

Sanierungsbedürftig sieht die Wisenthalle nicht aus, aber ihr Innenleben hat nach fast 30 Jahren dennoch einigen Erneuerungsbedarf.

Sanierungsbedürftig sieht die Wisenthalle nicht aus, aber ihr Innenleben hat nach fast 30 Jahren dennoch einigen Erneuerungsbedarf. Bild: Archivbild Melanie Duchene

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Viel erlebt hat die Wisenthalle in den fast 30 Jahren, in denen sie den Wiesendangern schon für Veranstaltungen von Sport, Politik und Gesellschaft zur Verfügung steht. Doch mit dem berühmten Haus von Rocky Docky aus dem gleichnamigen Kultsong des Musikers Bruce Low hat die Halle nichts gemeinsam. Sie zittert und bebt keinesfalls und wenn, dann nur vom Zuschauerjubel.

Dennoch ist die Halle in die Jahre gekommen, einige Erneuerungen sind dringend nötig. Darum hat der Gemeinderat beschlossen, die Wisenthalle umfassender zu sanieren. Am 14. Juni befindet das Stimmvolk über einen Kredit in der Gesamthöhe von 5,5 Millionen Franken. 4,1 Millionen fallen für die Sanierung der Mehrzweckhalle an, 1,4 Millionen würden in die Erweiterung der Schul- und Gemeindebibliothek fliessen (siehe Kasten). Die Rechnungsprüfungskommission befürwortet beide Vorlagen.

Neue Regeln der Feuerpolizei

«Die Halle sieht noch so gut aus, dass sich der Sanierungsbedarf für mehrere Millionen Franken nicht auf den ersten Blick erschliesst», sagt Liegenschaftsvorstand Urs Wenger. Aber wenn man an einem Ort anfange, würden sich schnell weitere Baustellen auftun. So zum Beispiel die feuerpolizeilichen Bestimmungen, die sich seit dem Bau der Halle geändert haben. Beim Ersatz der alten Lüftungsgeräte muss auch der Lüftungskanal vor den Fenstern ersetzt werden. Weiter werden in Halle und Foyer nicht brennbare Decken eingebaut und Brandschutztüren erneuert oder ergänzt. Doch nicht nur in Sachen Brandschutz soll die Halle bald wieder auf dem neusten Stand sein. Auch der Rest der Haustechnik wie Sanitär- und Elektroinstallationen wird erneuert. Die Fensterfront wird ersetzt und mit einem Sonnenschutz ausgestattet.

Im Dach werden mehr Fenster eingebaut und die alten erneuert. Weiter fliesst Geld in die Bühne, die Bühnentechnik und die mobile Trennwand der Halle. Diese müsste auf jeden Fall ersetzt werden, auch wenn der Kredit abgelehnt würde. «Die Aufhängung der Trennwand ist nach drei Jahrzehnten verbraucht», sagt Wenger. Diese könne man so nicht mehr weiter nutzen. Das Untergeschoss soll künftig als Lagerraum genutzt werden können.

Halle nur einmal sperren

Nach einer Informationsveranstaltung im Februar wurde Wenger mit verschiedenen Fragen aus der Bevölkerung konfrontiert: zum Beispiel, warum das Dach der Halle künftig nicht für die Energiegewinnung genutzt werde. «Dafür müssten wir die Dachkonstruktion extra verstärken», erklärt Wenger. Das würde Mehrkosten von 50 000 bis 100 000 Franken verursachen. Mit der Vermietung des Dachs an einen Energieproduzenten wären diese Kosten nicht innert nützlicher Frist zu amortisieren. Auch eine Minergie-Zertifizierung wurde von einem Stimmbürger angefragt. Doch auch da muss der Gemeinderat abwinken. «Wir achten auf eine gute Energieeffizienz und werden diese bei der Sanierung auch verbessern.» Aber eine Zertifizierung sei bei einer Teilsanierung nicht möglich.

Wenger ist zuversichtlich, dass die Stimmbürger in die Wisenthalle investieren wollen. «Sie spielt für das Dorf eine zentrale Rolle.» Der Gemeinderat habe eine Sanierung in Etappen geprüft, eine umfassende Sanierung jedoch vorgezogen, um die Halle nicht mehrmals sperren zu müssen. Wenn der Kredit gesprochen ist, würden die Arbeiten zwischen März und Oktober 2016 ausgeführt. Sollte dieser abgelehnt werden, müsste die Gemeinde dennoch 300 000 Franken als gebundene Ausgabe investieren.

Erstellt: 28.05.2015, 20:05 Uhr

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