Region

Winti-Sack gewinnt Land

Alle Gemeinden des Sackgebührenverbunds Winterthur stimmen der Einführung des Winti-Sacks per 1. Januar 2018 zu. Dies ergab eine Umfrage der Stadt Winterthur.

Jetzt also doch: Der Winti-Sack hat sich durchgesetzt.

Jetzt also doch: Der Winti-Sack hat sich durchgesetzt.

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Das Ergebnis ist bemerkenswert. Noch vor Kurzem wollten die sieben Gemeinden des Sackgebührenverbundes Winterthur an den Gebührenmarken für den Abfallsack festhalten. Jetzt sprechen sich die Gemeindevertreter in einer Vernehmlassung der Stadt Winterthur, die bis Ende Monat dauert, unisono für den Wechsel zum Winti-Sack aus. Dies ergab eine Umfrage des «Landboten». Die Umstellung soll per 1. Januar 2018 erfolgen. Bedingung sei, dass alle mitmachen, wird gemeinhin betont. Die Verbundsgemeinden hatten am jährlichen Treffen im September versprochen, eine Umstellung auf den Gebührensack zu prüfen. Dies unter anderem, weil die Stadt Winterthur die Produktion von Marken und Sack neu ausschreiben muss.

Die Bedingung ist, dass alle Gemeinden mitmachen.

Als Grund für das Umschwenken auf den Gebührensack führen die Gemeindeverantwortlichen von Brütten, Dättlikon, Elsau, Neftenbach, Pfungen, Seuzach und Wiesendangen in erster Linie «die Einheitlichkeit der Lösung» an. Der Zeitpunkt für die Umstellung zum Gebührensack sei nun gegeben und die Einheitslösung innerhalb des Verbunds anzustreben, schreibt etwa die Kommission Gemeindebetriebe von Seuzach.

Auch wirtschaftliche Gründe

In Pfungen hatte man der Bevölkerung noch im Sommer per Flugblatt mitgeteilt, dass Winti-Säcke am Strassenrand stehen gelassen würden. Jetzt sei man über die Bücher gegangen und habe Vor- und Nachteile abgewogen, sagt Gemeinderat Dominik Streit. Die Exekutive sei zum Schluss gekommen, dass ein Wechsel aus wirtschaftlichen Gründen Sinn machen würde. «Der Sack kommt uns tendenziell günstiger zu stehen und auch der Kunde spart zwischen 12 und 20 Rappen.»

Auch die Gemeinde Wiesendangen will sich dem Wechsel zum Gebührensack per 2018 anschliessen. «Unsere Begeisterung hält sich jedoch in Grenzen», sagt der zuständige Gemeinderat Erwin Bräm. «Als Hauptgrund sehen wir eine regionale gemeinsame Lösung für den Sackgebührenverbund.»

«Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen»Erwin Bräm,
Gemeinderat Wiesendangen

Die Winterthurer Verantwortlichen zeigen sich über das Ergebnis der Umfrage erfreut. «Seit bekannt wurde, dass der Winti-Sack in den Gemeinden vermehrt angewendet wird, ist eine neue Dynamik in dieser Frage enstanden», erklärt Jürg Stünzi, Leiter Entsorgung. «Unsere Erfahrungen zeigen, dass das System mit dem Gebührensack insgesamt besser ist, als das System mit Abfallmarken.» Der Gebührensack sei für die Bevölkerung günstiger als Abfallmarke und Abfallsack. «Ein einheitlicher Gebührensack ist für den Verbund einfacher, effizienter und effektiver, wovon letztlich alle Beteiligten profitieren.» Auch Stadtrat Josef Lisibach (SVP) zeigt sich überzeugt: «Der Winterthurer Lösung zu folgen, ist die richtige Entscheidung für die Gemeinden.»

Einheitlicher Gebührenträger

1996 haben sich sieben umliegende Gemeinden mit der Stadt Winterthur zu einem Sackgebührenverbund zusammengeschlossen. Ziel des Verbunds war ein einheitlicher Gebührenträger für den Abfall, der im ganzen Verbundgebiet gekauft und verwendet werden kann.

Als Winterthur aber 2010 den Gebührensack einführte, blieben die Verbundsgemeinden bei den Abfallmarken. Sack und Marken kosten im Verkauf gleichviel, nämlich 1.80 Franken. Da die Herstellungskosten für den Gebührensack aber höher sind (80 Rappen pro Zehnerrolle), muss die Stadt Winterthur jährlich Ausgleichszahlungen an den Zweckverband leisten. Diese fallen künftig weg. Für den Verbraucher entstehen kostenmässig keine Änderungen.

Erstellt: 24.11.2016, 23:53 Uhr

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