Bauma

Zwei profilierte Köpfe wollen in den Gemeinderat

Die Präsidentin der lokalen SVP und ein ehemaliger Crossair-Manager kandidieren für den vakanten Sitz im Gemeinderat. Die beiden verfolgen ganz unterschiedliche Ziele.

Bauma wählt ein neues Gemeinderatsmitglied.

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Fritz Grotz hat eine bewegte Karriere hinter sich. Der ehemalige Parkettleger und Linienpilot stieg bis zum operativen Geschäftsleiter bei der Fluggesellschaft Crossair auf. Später war er bei der Swissair Mitglied in der Geschäftsleitung und nach dem Grounding für den Verkauf von Firmenanteilen zuständig.

Nun im Alter von 75 Jahren will er eine neue Herausforderung anpacken: Fritz Grotz kandidiert für den Gemeinderat in Bauma. «Man darf nicht immer nur Kritik anbringen, sondern muss auch einmal versuchen positive Gedanken einbringen», sagt der Parteilose.

Frei geworden ist der Sitz, nachdem Paul von Euw (SVP) im Sommer zurückgetreten ist. Dies, weil er er im Frühling in den Kantonsrat gewählt wurde.

Es wird eine spannende Ersatzwahl am 17. November. Denn auch Manuela Burkhalter bewirbt sich um den vakanten Sitz. Die 49-jährige Exportfachfrau ist Präsidentin der lokalen SVP und langjähriges Parteimitglied. «Als gebürtige Baumerin liegt mir die Entwicklung der Gemeinde am Herzen», sagt sie.

Ihr Ziel sei es, Bauma attraktiv zu halten. Zudem gelte es, noch brachliegendes Potenzial auszuschöpfen, wie etwa Co-Working-Spaces oder die verkehrstechnisch gute Lage. «Bauma muss eine Wohn- und Arbeitsgemeinde bleiben und die Attraktivität des Tagestourismus beibehalten oder allenfalls optimiert werden.»

Anliegen der Senioren

Fritz Grotz verfolgt hingegen mehr menschliche Ziele: So denke er zum Beispiel, dass es für einen Senior Platz haben sollte im Gemeinderat. «Damit auch den Anliegen der älteren Generation entsprechend Rechnung getragen wird.» Als Parteiloser habe er zudem ein offenes Ohr für die Anliegen aller Parteien und werde versuchen, wo möglich deren Interesse in den Gemeinderat einzubringen.

Keinen Handlungsbedarf sehen beide Kandidaten beim Thema Fusion. «Im Moment ist Bauma gut aufgestellt», sagt Fritz Grotz. Er sei aber auch offen für Neues. Manuela Burkhalter sieht für Bauma keinen Nutzen in weiteren Fusionen im oberen Tösstal. Wichtig sei ihr aber die Zusammenarbeit über Zweckverbände.

Offen für die Wirtschaft

An ihrer Heimatgemeinde schätzt Burkhalter, den Zusammenhalt und, dass auch kritische Stimmen akzeptiert würden. Und ihr gefalle das ländliche, bodenständige an Bauma und dass man doch offen für Wirtschaft und Tourismus sei.

Fritz Grotz findet Bauma landschaftlich «ausgesprochen reizvoll», gerade als begeisterter Wanderer biete die Gegend viel Abwechslung. Er wandere circa 100 Kilometer pro Monat. Auch Manuela Burkhalter ist sportlich, wie sie sagt. Kürzlich sei sie mit dem Velo in sieben Tagen bis nach Nizza gefahren.

Erstellt: 08.10.2019, 17:43 Uhr

Manuela Burkhalter.

Fritz Grotz.

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