Aadorf

Aadorfer Lindensaal steht zum Verkauf

Die Gemeinde hat das Gebäude vor zehn Jahren vor allem gekauft, um bei anderen Bauprojekten in der Umgebung mitreden zu können.

Die Gemeinde Aadorf verkauft den Lindensaal im Dorfzentrum.

Die Gemeinde Aadorf verkauft den Lindensaal im Dorfzentrum. Bild: Marc Dahinden

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Für 450'000 Franken kann in Aadorf der Lindensaal gegenüber des Bahnhofs erworben werden. Vor zehn Jahren hatte die Gemeinde das Gebäude gekauft, um bei Bauprojekten in der angrenzenden Umgebung ein Mitspracherecht zu haben. Das habe sich bezahlt gemacht, sagt Gemeindepräsident Matthias Küng gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Bis im Sommer sollen die Pläne für den neuen Bahnhofsplatz abgeschlossen sein.

Ebenfalls abwarten wollte die Gemeinde den Verkauf des Restaurants Linde, das an den Saal angrenzt. «Wir wollten die Möglichkeit offenhalten, beides zusammen zu verkaufen und etwas Grösseres daraus zu machen», sagt Küng. Aus der Linde ist das Restaurant Barone geworden, den Saal brauchten die neuen Besitzer aber nicht. «Jetzt wo das Restaurant saniert ist, sieht man umso mehr, wie alt der Saal daneben ist», sagt Küng. Der Zeitpunkt sei gekommen, aktiv zu werden und das Gebäude zu verkaufen.

Mehrwert statt Rendite

Die Gemeinde will aber nicht einfach an den Meistbietenen verkaufen. So heisst es auf homegate.ch: «Der ausgeschriebene Preis darf als Richtpreis verstanden werden. Die politische Gemeinde Aadorf legt sehr hohen Wert auf den Charakter Ihres Projektes und wertet den daraus resultierenden Mehrwert für Aadorf höher ein, als den bestmöglichsten Preis zu erzielen.» Auf den 325 Quadratmetern soll etwas entstehen, was der Bevölkerung zugute kommt. «Das ist ein Kriterium für den Verkauf», sagt Küng. Ein reines Renditeobjekt nur mit Wohnungen komme nicht in Frage, sagt Küng. Auch wenn die Gemeinde nach einem Verkauf keine Mitsprache mehr hat an einem privaten Umbau.

Der Zeitplan spielt ebenfalls eine Rolle. Der Lindensaal soll sobald wie möglich umgenutzt werden und nicht noch lange herumstehen und verlottern. Das Gebäude abreissen zu lassen, sei nicht ausgeschlossen, sagt Küng. Aber ins Ortsbild passen muss der umgenutzte Saal. Er ist online als «Vielseitig nutzbare Liegenschaft im Dorfkern von Aadorf» angepriesen. Der zukünftige Käufer muss mit seinen Plänen die Gemeinde nur überzeugen können.

Erstellt: 18.01.2020, 10:07 Uhr

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