Wiesendangen

Akanji überrascht die Stiftung Steinegg

Fussballer Manuel Akanji verteilt in der Stiftung Steinegg Geschenke. Ein Bewohner interviewte den Wiesendanger und stellte auch eine kritische Frage.

Fussballprofi Manuel Akanji  hat Nico Böhmler und anderen Bewohnern der Stiftung Steinegg einen Ball geschenkt.

Fussballprofi Manuel Akanji hat Nico Böhmler und anderen Bewohnern der Stiftung Steinegg einen Ball geschenkt. Bild: Nathalie Guinand

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Michel Baumgartner hält stolz eine FC-Basel-Mütze in eine Fotokamera. Fussballstar Manuel Akanji hat eben darauf unterschrieben. Nico Böhmler, ein anderer Bewohner der Stiftung Steinegg, freut sich über einen Fussball und streckt diesen wie eine Trophäe in die Höhe. Immer wieder sind im Raum begeisterte Ausrufe zu hören. Keine Frage, in der Stiftung Steinegg wohnen viele Fussballfans. Schon während der Fussballweltmeisterschaften haben sie mitgefiebert.

«Es macht Freude, wenn ich mit einem Besuch etwas bewirken kann.»Manuel Akanji, Fussballprofi

Und nun ist einer, der damals nur im Fernsehen zu sehen war, plötzlich mitten unter ihnen.Manuel Akanji, der beim FC Dortmund spielt und in Wiesendangen aufgewachsen ist, hat ihnen am Montagvormittag überraschend einen Besuch abgestattet. Erst wenige Tage zuvor konnte er bestätigen, dass er definitiv vorbeikommen wird, um Rucksäcke, Fussbälle und Autogramme zu verteilen.

Nachher zur Schweizer Nati

Er versuche so in seinem Heimatort Wiesendangen etwas zurückzugeben, sagt Akanji. «Es macht Freude, wenn ich mit einem Besuch etwas bewirken kann.»

Viel Zeit hat er dieser Tage nicht. Noch am Freitagabend spielte er mit Dortmund in Hannover, auf der Reise nach Wiesendangen wurde auch noch ein Flug annulliert. Dennoch konnte er am Wochenende in der Region Freunde und Familie treffen. Zudem schaute er seiner Schwester zu, die beim FC Winterthur spielt. Nach dem Besuch am Montagvormittag in der Stiftung Steinegg geht es für den Fussballprofi direkt nach Feusisberg weiter, wo er sich mit der Nationalmannschaft auf das Spiel am Samstag gegen Island vorbereitet.

«Was würdest Du als Trainer anders machen?»Michel Baumgartner, Bewohner Stiftung Steinegg

Trotz des straffen Zeitplans wirkt Akanji in der Cafeteria der Stiftung Steinegg völlig entspannt. Im Kaputzenpulli posiert er für Bilder und stellt sich bereitwillig für Fragen zur Verfügung.

Jerome Boateng war Vorbild

Bewohner Michel Baumgartner hat ein ganzes Interview vorbereitet. Dabei will er von Akanji unter anderem wissen, wie viele rote Karten er schon erhalten habe. «Erst eine», antwortet dieser. «und das beim zweiten Spiel für den FC Winterthur nach 37 Minuten.» Auf eine weitere Frage antwortet Akanji, dass früher Jerome Boateng vom FC Bayern München sein Vorbild gewesen sei. Heute habe er aber keine Vorbilder mehr, denn er spiele nun selber gegen grosse Namen. «Ich muss meinen Job machen und nicht mehr zu anderen aufschauen.» Nur bei einer Frage zögerte der 23-Jährige kurz. Michel Baumgartner wollte von ihm wissen, was er als Trainer anders machen würde. «Ich weiss nicht, ob ich darauf antworten soll», sagt er und steckt mit einem Lachen alle an. Nach dem Interview bildet sich vor ihm sofort eine lange Schlange. Alle wollen ein Autogramm haben. (Landbote)

Erstellt: 03.09.2018, 17:11 Uhr

Info

Die Stiftung Steinegg bietet Wohn- und Arbeitsort für Menschen mit Behinderung.

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