Rickenbach

An die «Zumutung» gewöhnt

Die Altglas-Sammelstelle in Rickenbach, vor rund zwei Jahren als Provisorium eingerichtet, soll fixe Sammelstelle werden.

Die jetzigen Container sollen ersetzt und der gesamte Platz gepflastert werden.

Die jetzigen Container sollen ersetzt und der gesamte Platz gepflastert werden. Bild: Madeleine Schoder

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Als «Zumutung» bezeichnete ein Stimmbürger an der Gemeindeversammlung im Juni 2016 die damals geplante Verschiebung der Altglas-Sammelstelle von Sulz nach Rickenbach. Grund: Sulz wäre für viele zentraler, da die meisten Rickenbacher in Richtung Winterthur pendeln würden.

Auslöser für die Verschiebung war damals die Genossenschaft Landi Weinland, die die beiden damaligen Standorte neben ihren Läden in Sulz und Rickenbach für Parkplätze nutzen wollte und den Vertrag mit der Gemeinde auf Sommer 2017 kündigte. Als Konsequenz musste die Gemeinde einen neuen Standort suchen und wurde vis-à-vis des Restaurants Wiesental fündig. Die damalige Gemeindepräsidentin Bea Pfeifer (SVP) betonte im Januar 2017, dass es sich um ein Provisorium handeln würde.

Pflastersteine und Flüsterbehälter

Nun hat die Gemeinde allerdings ein Baugesuch für eine komplette Pflästerung des Kiesplatzes bei der Sammelstelle eingereicht. Dies, weil durch das grosse Verkehrsaufkommen immer wieder Schlaglöcher im Boden entstehen oder Kies in den nahegelegenen Bach fliegt. «Mindestens ein-, zweimal im Monat müssen die Gemeindearbeiter momentan Löcher im Kiesboden auffüllen», sagt Kurt Stillhart, der für den Unterhalt des Sammelplatzes zuständig ist.

«Die Standortsuche ist grundsätzlich schwierig, an fast jedem Ort könnte es Klagen geben.»Andreas Greuter, 
Gemeinderat (SVP)

Gemeinderat Andreas Greuter (SVP) bestätigt denn auch, dass die einst provisorische Sammelstelle nun fix an diesem Standort bleiben soll: «Wir haben gesehen, dass sie an einem guten Ort, zwischen Rickenbach und Sulz, gelegen ist.» Lärmklagen habe es am neuen Standort zwar auch schon gegeben, allerdings nur von einem Anwohner. «Die Standortsuche ist grundsätzlich schwierig, an fast jedem Ort könnte es Klagen geben, sonst müsste man sie im Wald hinstellen.» Deshalb sollen zusätzlich neue, sogenannte Flüsterbehälter angeschafft werden. Diese sind besser isoliert und dämmen so das Scheppern ein, das beim Glaseinwerfen entsteht.

Kein Platz für Unterflurcontainer

Die einstige Idee, Unterflurcontainer einzusetzen, scheiterte am Gewässerschutz. Denn unterhalb des Platzes befindet sich eine Reservezone der Abwasserreinigungsanlage Ellikon an der Thur für ein Überlaufbecken. «Deshalb dürfen wir dort keine Container in den Boden versenken», sagt Greuter. Grundsätzlich hätten sich die Proteste seit der Inbetriebnahme gelegt: «Wir haben kaum Negatives, sondern vielmehr Positives gehört.» Dass sich bei der Verschiebung einige aufgeregt hätten, dafür zeigt er Verständnis: «Es ist klar, dass es Proteste gibt, wenn etwas in der Nähe verschwindet und man danach weitere Wege gehen muss.»

Erstellt: 05.11.2019, 16:17 Uhr

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