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Angebot so hoch, dass es an die Urne kommt

Der Brüttemer Gemeinderat will eine seiner Liegenschaften verkaufen. Das Angebot, das er dafür erhalten hat, muss an die Urne: Es ist höher als angenommen.

Die Liegenschaft an der Unterdorfstrasse 38 wurde bis vor zwei Jahren als Kinderkrippe genutzt.
Die Liegenschaft an der Unterdorfstrasse 38 wurde bis vor zwei Jahren als Kinderkrippe genutzt.
Nathalie Guinand

Seit längerer Zeit befasst sich der Brüttemer Gemeinderat mit der Entwicklung seines Dorfzentrums. Er will sich bei der Gestaltung auf gemeindeeigene Parzellen im Zentrum konzentrieren. «Das Gebäude an der Unterdorfstrasse 38 ist zur Erfüllung von öffentlichen Aufgaben der Gemeinde nicht nötig», sagt Gemeindepräsident Rudolf Bosshart, es soll verkauft werden. Mit dem Erlös soll ein Teil der Zentrumsplanung finanziert werden: Geplant sind Alterswohnungen.

1,71 Millionen im Angebot

Die Liegenschaft an der Unterdorfstrasse 38 wurde bis vor zwei Jahren als Kinderkrippe genutzt. Seither steht das sanierungsbedürftige Gebäude leer, da es der Gemeinderat nicht weiter nutzen und unterhalten wollte. Ein Verkauf wurde vorbereitet und liegt den Stimmberechtigten nun zur Genehmigung vor, was auch die Rechnungsprüfungskommission empfiehlt. «Wir haben Angebote von maximal 1,5 Millionen Franken erwartet», sagt Bosshart. In diesem Fall wäre der Verkauf der Unterdorfstrasse 38 der Budget-Gemeindeversammlung vorgelegt worden.

Überraschenderweise bot der mit Abstand Meistbietende, die «Einfache Gesellschaft Britto», aber mehr: Mit seinem Angebot in zweiter Runde von 1, 71 Millionen Franken überschreitet er die Finanzkompetenz der Gemeindeversammlung, weshalb die Stimmbürger am Sonntag an der Urne entscheiden werden. Warum war wohl das Angebot höher als erwartet? «Es schien dem Meistbietenden nach seiner Erfahrung wohl stimmig», so die Einschätzung Bossharts.

Behindertengerechtes Wohnen

Dem Gemeinderat liegt gemäss Weisungsbroschüre vom Meistbietenden eine Machbarkeitsstudie vor, der auch eine vereinbarte Anzahlung über 50 000 Franken und einen geforderten Finanzierungsnachweis beiliegt. Der Gemeinderat habe sich intensiv mit der Liegenschaft befasst und diese, bisher im kommunalen Inventar schützenswerter Bauten aufgeführt, unabhängig einschätzen lassen. Das Objekt wurde als typischer Bau des 19. Jahrhunderts beurteilt.

Geplant ist nun ein Mehrfamilienhaus mit sechs bis sieben behindertengerecht anpassbaren Wohnungen mit Tiefgarage, verwendet werden Naturbaustoffe. Weiterführende Unterlagen sowie ein Entwurf des Kaufvertrags können auf der Gemeinderatskanzlei eingesehen werden.

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