Aadorf

ARA-Ausbau nimmt erste Hürde

Die Delegierten des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal genehmigten den Planungskredit von 460 000 Franken für die Ausarbeitung des Auflage- und Bauprojekts zu Handen der Volksabstimmung vom 25. November 2018.

Durch die neue Anlage gelangten keine Mikroverunreiguenen mehr in die Lützelmurg.

Durch die neue Anlage gelangten keine Mikroverunreiguenen mehr in die Lützelmurg. Bild: Heinz Diener

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Das Projekt für die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Aadorf sieht vor, die Mikroverunreinigung der Abwässer mittels Ozonverfahren zu eliminieren. Dies ist ein Auftrag von Bund und Kanton. Zudem muss die Biologie, die auf dem bisherigen Grüngutsammelplatz – im Eigentum des Abwasserverbandes – zu stehen kommt, um ein Drittel vergrössert.

Neben der Biologie soll gleichzeitig das bestehende Rechengebäude für die mechanische Reinigung erweitert und der Sandfang den neuen Verhältnissen angepasst werden. Werden die weiteren Hürden genommen, so kann das Projekt ab dem Sommer 2019 realisiert und der Betrieb im Jahr 2022 aufgenommen werden. Damit dürfte die Kläranlage Auwiese an der Kieswerkstrasse auf einem technologischen Stand sein wie schweizweit rund 100 andere Anlagen.

Im Weiteren sind die Delegierten aus Aadorf, Bichelsee-Balterswil, Eschlikon und Hagenbuch den Anträgen der Betriebskommission gefolgt: Die Vergabe der Ingenieurleistungen für das Auflage- und Bauprojekt inklusive Ausführung und Bauleitung für das Gesamtprojekt geht an Hunziker Betatech AG und Holinger AG.

Ebenso wurde die Kompetenz für die Vergabe weiterer Fachplaneraufträge der Betriebskommission erteilt. Die Direktvergabe an die beiden genannten Firmen gründet auf deren hohem Kenntnis- und Informationsstand und entspricht damit den gesetzlichen Bestimmungen.

Gebührenerhöhung absehbar

Mit der Vergrösserung der Anlage um ein Drittel und der Elimination der Mikroverunreinigung sind hohe Investitionen verbunden. Zudem sind und auch die Stellenprozente zu erhöhen. Damit wird das durch die Gemeinden zu tragende Betriebsdefizit erheblich steigen, womit eine Erhöhung der Abwassergebühren in den Gemeinden ab etwa 2020 absehbar ist.

Konkret dürften sich die Kosten pro Kubikmeter Abwasser um rund 30 Rappen erhöhen. Roger Disch präsentierte den Finanzplan bis ins Jahr 2030 und das Budget 2018, welches einstimmig genehmigt wurde.

Erstmals eine Frau

Zu Beginn der gut einstündigen Versammlung im Restaurant Säntisblick in Eschlikon gedachten die 22 Delegierten mit einer Schweigeminute dem jäh verstorbenen Klärmeister Fritz Zaugg. Ex-Gemeindeammann Bruno Lüscher, Präsident des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal, verabschiedete Roger Schneider, der als Mitglied der Betriebskommission gut 50 Sitzungen beiwohnte.

Bichelsee-Balterswil wird nun inskünftig durch Gemeinderätin Jaqueline End vertreten sein, womit erstmals eine Frau Einzug ins Männergremium hält.

(Der Landbote)

Erstellt: 21.12.2017, 15:11 Uhr

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