Hagenbuch

«Auch wir packen ab und an eine Salbe aus»

Präsident Bernhard Peter setzt sich seit über 30 Jahren für den Velo- Moto-Club (VMC) Hagenbuch ein. Im Interview verrät er, wo die nächste Velotour hingehen soll und was bei einem schmerzenden Gesäss hilft.

Mehrtägige Velotouren sind beim Velo-Moto-Club Hagenbuch fester Programmbestandteil.

Mehrtägige Velotouren sind beim Velo-Moto-Club Hagenbuch fester Programmbestandteil. Bild: PD

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Herr Peter, wie viele Fahrräder besitzen Sie persönlich?
Bernhard Peter: Genau eins, und das ist mein Rennrad, das jeweils von Frühling bis Herbst auf die Strasse darf.

Das heisst, im Winter wird bei euch im Verein nicht trainiert?
Doch, auch im Winter treffen wir uns jeweils am Mittwoch zum Training, sofern genügend Personen dabei sind.

Und dann wird gejasst odergeradelt?
Geradelt grundsätzlich, aber etwas Training im Jassen ist auch ganz gut. So kann man sich auf den Fünfkampf vorbereiten.

Fünfkampf, ich dachte,Ihr Verein betreibt Radsport?
Der Fünfkampf besteht aus den Disziplinen Jassen, Orientierungsfahrt, Schiessen, Hindernisfahren und Kegeln. Diesen Wettkampf gibt es fast seit der Vereinsgründung und er motiviert auch «Nichtfahrradfahrer» mitzumachen.

Seit wann gibt es den Verein?
Seit 1951, also bereits seit über 50 Jahren.

Auf eurer Website kommenkeine Motorräder vor, im Namen schon, was ging da schief?
Da ist alles okay. Der Name geht aus der Geschichte des Vereins hervor. Zu Beginn wurde er «Radfahrerverein» genannt. In den 60er-Jahren kamen dann die Motorradfahrer dazu und der Vereinsname wurde angepasst. Die Motorräder sind wieder gegangen, der Name ist aber geblieben.

«Etwas Training im Jassen ist auch ganz gut.»Bernhard Peter, Präsident VMC Hagenbuch

Wie viele Mitglieder hat euer Verein?
Zurzeit sind es rund 40 Mitglieder. Wobei nur knapp 15 Personen im letzten Jahr an den Clubmeisterschaften teilgenommen haben. Leider hat die Mitgliederzahl in den letzten Jahren stetig abgenommen.

Radfahren kann ich auch alleine, warum soll ich denn gerade in euren Verein kommen?
Natürlich, wer nur auf die sportliche Leistung aus ist, kann auchalleine die Strassen befahren. In unserem Verein stehen aber auch die Geselligkeit und die gemeinsamen Erlebnisse im Vordergrund. Wer nach dem Training noch in einer gemütlichen Runde zusammensitzen möchte, der ist bei uns sicher richtig. Zusätzlich sind wir ein Amateurverein, das heisst, es fallen keine Gebühren für Lizenzen an und es kann doch an Wettkämpfen teilgenommen werden.

Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an die vielen Radtourenzurückdenken, die der Verein bereits unternommen hat?
An das Regenwetter. Das Wetter im Frühling und Sommer ist ja nicht grundsätzlich schlecht, aber ich kann mich noch an ein Jahr erinnern, da stiegen wir aufs Rad und fünf Minuten später leerten sich die Wolken. Ans Ende dieser Sintflut kann ich mich nicht mehr erinnern. Da waren wir besonders froh um den Gepäcktransport mit trockener und warmer Kleidung.

Auf was freuen Sie sich indiesem Jahr besonders?
Auf die dreitägige Radtour. Wenn das Wetter stimmt, sind das immer drei schöne Tage, an denen wir das Vereinsleben pflegen und neue Regionen entdecken können. Dieses Jahr gehts ziemlich sicher in den Schwarzwald.

Können Sie am dritten Tag noch in den Sattel sitzen?
Wenn das Training stimmt, dann geht das wunderbar. Training ist die beste Prophylaxe. Aber natürlich spielt auch die gute Ausrüstung mit. Doch ich gebe zu, auch bei uns wird ab und an eine Salbe ausgepackt.

Mit dem Salz auf den winter­lichen Strassen ist das immer so eine Sache. Geben Sie uns einen Pflegetipp fürs Fahrrad?
Wir hätten da einen Velomechaniker im Verein, der gibt sicher gerne Auskunft. Interessierte dürfen also gerne mal in einem Training vorbeischauen. Am besten das Fahrrad gleich mitnehmen.

Was wünschen Sie sich für das Vereinsjahr 2018?
Eine unfallfreie Saison. Schön wäre es auch, wenn wir wieder neue, junge Gesichter in unseren Reihen begrüssen dürften. (Landbote)

Erstellt: 07.02.2018, 16:26 Uhr

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