Elgg

Auf Brache ist Campus geplant

Schon länger liegt das Areal Obermühle in Elgg brach. Nun planen die Eigen­tümer mit der Gemeinde eine Art Gewerbe-Campus. Demnächst soll die Kantonsarchäologie das Gebiet untersuchen.

Die Sägerei ist seit Jahren stillgelegt. Nun ist auf dem Areal Obermühle in Elgg ein Campus für Gewerbe, Entwicklung und Bildung geplant.

Die Sägerei ist seit Jahren stillgelegt. Nun ist auf dem Areal Obermühle in Elgg ein Campus für Gewerbe, Entwicklung und Bildung geplant. Bild: Madeleine Schoder

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Auf dem Areal Obermühle in Elgg tut sich schon länger nichts mehr. Im Herbst 2011 stellte die Sägerei Müller den Betrieb ein, ihre Gebäude stehen seither leer. 2012 unternahm die Gemeinde einen Versuch, einen Teil des Gebiets von der Gewerbezone in die Wohnzone umzuteilen. Damit wollte sie eine Zunahme des Schwerverkehrs durch den Dorfkern vermeiden, denn es fehlt eine Erschliessungsstrasse. Doch die Elgger zweifelten daran, dass sich damit das Verkehrsproblem lösen würde und prophezeiten gar, dass das Gewerbe aus Frust über lärmgeplagte Anwohner aus Elgg wegziehen könnte. Sie lehnten die Umzonung an der Gemeindeversammlung ab.

«Ich glaube, die Elgger wären bereit.»Robert Bustini, Hochbauvorsteher

Nun wird an einem neuen Projekt gearbeitet, um das 24 600 Quadratmeter grosse Areal nutzen zu können. Die drei Grundstückeigentümer Keller AG Ziegeleien, Keller Prefadom AG und Rudolf Müller hätten sich zu einer gemeinsamen Bauherrschaft zusammengeschlossen, heisst es in einer Mitteilung in der «Elgger-/Aadorferzeitung». Zusammen mit einem Architekturbüro und der Gemeinde Elgg habe man mögliche Ideen entwickelt. «Der Gemeinde gehört eine ganz kleine Ecke des Gebiets und das Pfadiheim darauf», erklärt Hochbauvorsteher Robert Bustini. Die Planung sei nicht einfach, auch wegen der fehlenden Erschliessung, die von der Kollbrunnerstrasse her geplant werde. Die Eigentümer seien daran interessiert, dass es endlich vorwärts gehe. «Und ich glaube, die Elgger wären auch bereit», sagt Bustini.

Mehrere Bauetappen geplant

Das entwickelte Projekt sieht einen Campus für Gewerbe, Entwicklung, Fabrikation und Bildung vor. Erste Machbarkeitsabklärungen mit dem Kanton hätten stattgefunden. Denn die Grundstücke befinden sich teilweise in archäologischen Schutzzonen, was vor einem allfälligen Baubeginn wissenschaftliche Untersuchungen durch die Kantonsarchäologie bedingt. Bereits im August soll mit diesen Arbeiten begonnen werden. «Wir wollten die Bevölkerung vorher informieren, damit sich niemand wundert, wenn sich in der Obermühle etwas tut», erklärt Bustini.

Geplant wird der Campus als Ganzes, gebaut werden soll aber in mehreren Etappen. Auch die Bevölkerung soll Gelegenheit erhalten, Ideen einzubringen. Das Entwicklungsteam will das Projekt dieses Jahr noch im Detail vorstellen. Ausserdem soll ein Gestaltungsplan erstellt werden, denn auch nach der Ablehnung einer Wohnzone 2012 sind Wohnungen nicht komplett vom Tisch.

Ein Puzzle für alle

Laut Mitteilung sollen sich auf dem Campus «verschiedene Formen puzzleartig zu einem neuen Ganzen zusammenfügen». Vorgesehen sind zweigeschossige Werkhallen, welche in den Campuspark hineingestellt werden. Sie böten eine variable Struktur und Flexibilität in der Nutzung, heisst es. Ebenerdig befahrbar und bis zu sechs Meter hoch sollen sie sein. Für Ateliers und Büros wollen die Planer Zwischenböden einziehen. Im Untergrund sind Parkplätze und Lagerräume geplant, in den oberen Bereichen Betriebswohnungen oder Sitzungszimmer. Den Campus nutzen sollen von Startups bis zum lokalen Kleingewerbe alle.

Laut Bustini liegen verschiedene Varianten für den Campus vor, es komme bei der Auswahl auch auf den Kanton an. Anfangs September fänden weitere Gespräche statt. (Landbote)

Erstellt: 15.08.2017, 16:18 Uhr

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