Seuzach

Aufräumen und Dankbarkeit nach dem Grossbrand

Der verheerende Brand in Unterohringen von gestern ist noch ungeklärt. Die Betroffenen sind froh, dass weder Mensch noch Tier zu Schaden kam.

Die Brandruine lässt erahnen, wie heftig die Flammen gewütet haben müssen. Foto: Nathalie Guinand

Die Brandruine lässt erahnen, wie heftig die Flammen gewütet haben müssen. Foto: Nathalie Guinand

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Kurz vor 21 Uhr hörte Rosmarie Steinmann laute Rufe der Kälber. Sie ging zum Fenster und sah das Betriebsgebäude, das in U-Form an den Stall angebaut war, in Flammen stehen.

«Das Dach brannte bereits lichterloh», erinnert sie sich. Die Seniorbäuerin alarmierte die Feuerwehr und ihren Mann, der im Büro war. Karl Steinmann rannte sofort zum brennenden Gebäude, wo sein Sohn Marcel und sein Coucousin Simon, welche die beiden Höfe im Brunnenwies führen, auch gerade eintrafen.

«Wir sind überhaupt den vielen Leuten dankbar, die uns in dieser Nacht zur Seite standen.»

Das Feuer war weit herum sichtbar. Berufskollegen aus der Umgebung eilten herbei, um die rund 180 Kälber und Mastmunis der beiden Landwirte zu retten. Die Feuerwehr – von Rosmarie Steinmann, den Nachbarn und einem aufmerksamen Autofahrer alarmiert– sei sehr schnell eingetroffen.

Mit drei Drehleitern rückten die Feuerwehrkräfte aus Seuzach, Hettlingen-Dägerlen, Winterthur, Wallisellen und Effretikon dem Brand zu Leibe. Sie konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus sowie den Stall verhindern.

Brandschutzmauer hat sich bewährt

Die Brandschutzmauer zwischen dem brennenden Gebäude und dem Stall hielt ausserdem stand. Die Feuerwehr sei die ganze Nacht am Löschen gewesen, erzählt Rosmarie Steinmann. Noch gestern seien Brandherde aufgetreten.

Doch trotz des Schreckens: Die Familien Steinmann sind dankbar, dass Mensch und Tier nichts passiert ist. Begeistert sind sie vom Einsatz der Feuerwehren. «Wir sind überhaupt den vielen Leuten dankbar, die uns in dieser Nacht zur Seite standen.» Neben dem Aufräumen mussten gestern die Tiere aussortiert werden, die bei der Rettung durch­einandergeraten waren. Die Brandursache ist noch ungeklärt, der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Franken geschätzt. (Der Landbote)

Erstellt: 12.10.2018, 17:42 Uhr

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