Seuzach

Aus dem Rösslipark wird ein Wohnzimmer

Was steckt hinter der Aktion «Nimm Platz», die am 28. September im Rösslipark durchgeführt wird?

Vorfreude auf dem Sofa vor dem Jugendhaus.

Vorfreude auf dem Sofa vor dem Jugendhaus. Bild: Enzo Lopardo

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Auf einem zentralen, öffentlichen Platz ein Wohnzimmer einzurichten, dazu hat die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich alle Städte und Gemeinden eingeladen. Das Ziel der Aktion soll sein, das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen.

Eine Einladung erhielt auch die Jugendarbeit in Seuzach. Das Team Jugendarbeit mit dessen Leiterin Elisa Simcik entschloss sich, bei «Nimm Platz» mitzumachen. Der Anlass soll am Samstag, 28. September, von 11 bis 17 Uhr im Rösslipark durchgeführt werden.

«Wir wollen Schwellen abbauen.»Elisa Simcik, Leiterin Jugendarbeit Seuzach

«Wir werden im Park Sofas, Stehlampen, Teppiche und einen Töggelikasten platzieren», sagt Simcik. Auch Feuerschalen werden aufgestellt. Sie sollen das Gefühl von Behaglichkeit vermitteln. Wer wolle, könne dort auch eine mitgebrachte Wurst bräteln. «Die Stecken haben wir parat», so Simcik.

Zum Sinn der Veranstaltung erklärt sie: «Wir wollen Schwellen abbauen und Erwachsenen zeigen, dass bei Jugendlichen auch etwas geht, wenn sie scheinbar nur auf dem Bänkli rumhängen.» Im Fachjargon heisst das: Freiräume sind auch Bildungsräume. Simcik: «Jugendliche stärken so ihre Ich-Identität und lernen, mit Mensch und Umwelt umzugehen.»

Störung oder Lebensfreude?

Als Aktion gegen Intoleranz mag die Sozialpädagogin «Nimm Platz» nicht bezeichnen, auch wenn es in diese Richtung geht. Wenn Jugendliche im öffentlichen Raum laut seien oder zum Beispiel rauchen würden, könnten Erwachsene oftmals nicht damit umgehen und empfänden es als störend. «Die Aktion soll sie an ihre eigene Jugend erinnern und zeigen, dass das Verhalten der jungen Menschen auch mit Lebensfreude zu tun hat.»

Die 37-jährige Leiterin der Jugendarbeit hat für die Aktion ein Bild vor Augen: «dass sich junge und erwachsene Leute begegnen – und vielleicht sogar miteinander töggelen».

Erstellt: 12.09.2019, 09:08 Uhr

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