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«AZiG» und «No Billag» im selben Couvert

Ein grosses Projekt steht vor der Entscheidung. Die Verantwortlichen des Zweckverbands Alterszentrum im Geeren informierten in Seuzach. Das Interesse war riesig.

Die heutige Cafeteria ist ein Anbau an den Trakt A des Alterszentrums. Zum Bedauern vieler wird sie dem Neubau weichen müssen.
Die heutige Cafeteria ist ein Anbau an den Trakt A des Alterszentrums. Zum Bedauern vieler wird sie dem Neubau weichen müssen.
Madeleine Schoder

Vor zehn Jahren erfolgten die ersten Planungsschritte für die Erneuerung des Alterszentrums im Geeren. Vor fünf Jahren haben sich die Delegierten der zwölf Zweckverbandsgemeinden für das Siegerprojekt entschieden.

Vor drei Jahren legten sie für den Umbau und die Erweiterung des AZiG ein Kostendach von 45 Millionen Franken fest. Und letztes Jahr hiessen sie, allerdings erst im zweiten Anlauf, den definitiven Baukredit von 49,15 Millionen Franken gut. Er kommt am 4. März an die Urne.

In Seuzach mussten am Donnerstagabend zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden, so gross war das Interesse an der letzten Informationsveranstaltung vor der entscheidenden Abstimmung. Die tags zuvor in Pfungen durchgeführte Veranstaltung sei hingegen nur sehr spärlich besucht worden, hiess es.

Gleiches Datum wie No Billag

Mit den vorhandenen Plätzen könne das AZiG seinen Bedarf in Zukunft nicht mehr decken. Die Erwartungen an Ausstattung und Komfort seien gestiegen, ebenso wie die Anforderungen im Pflegebereich. «Darum sollen die bald 40-jährigen Gebäude teilsaniert und ein Zusatzbau erstellt werden», sagte Kurt Roth, Präsident der Betriebskommission. «Sie werden unsere Weisung zur Abstimmung in den nächsten Tagen zusammen mit den No-Billag-Unterlagen erhalten», kündigte er zur Erheiterung des Publikums im Festsaal des AZiG an.

Was geplant ist: Bei Annahme des Kredits wird das Alterszentrum im Geeren ab 2019 für die Dauer von vier Jahren umgebaut. Dabei soll es von 134 auf 174 Altersheim- und Pflegeplätze aufgestockt werden. In allen sei Pflege möglich.

Zu den bestehenden beiden Gebäuden wird ein neuer Trakt C gebaut. Er soll auf vier Etagen verteilt 78 Zimmer für 104 Bewohner enthalten. Damit werde das heutige Volumen praktisch verdoppelt, sagte Andreas Möckli von der EWP AG Effretikon, der das Projekt seitens der Generalunternehmung begleitet.

«Bewohnerinnen und Bewohner werden nicht umquartiert»

Der viergeschossige Neubau ist an der Stelle geplant, wo sich die Cafeteria befindet. Diese muss weichen. Dafür wird im Frühjahr 2019 auf der Seite zum Rösslipark hin ein neues, öffentlich zugängliches Restaurant gebaut.

Im Zuge der Teilsanierung der bestehenden Trakte A und B sollen Räume für Therapie und zur Schulung des Personals wie auch ein geschützter Gartenbereich für Demenzkranke entstehen. Das Tagesheim wird neu ins Erdgeschoss des Traktes A verlegt, in dem sich weiterhin auch der Empfang befindet.

«Die Bewohnerinnen und Bewohner werden während des ganzen Umbaus nicht in ein anderes Alterszentrum ausquartiert», versprach Roth. «Sie ziehen innerhalb Alterszentrums nur einmal um, und zwar dann, wenn der neue Trakt C gebaut sein wird», sagte auch Möckli. Dieser Umzug dürfte voraussichtlich im ersten Quartal 2022 erfolgen.

Ein langfristig gesunder Finanzhaushalt

Was bewegte: «Wieso kommt die schöne, originelle Cafeteria weg?», fragte eine Zuhörerin. AZiG-Geschäftsführer Urs Müller bedauerte, dass dies so sei. Ein Umzug käme aber zu teuer. «Wir würden sie allenfalls verkaufen.» Wie viele Parkplätze es künftig gebe, lautete eine weitere Frage. «Heute sind es 46 und nachher werden es 103 sein», so Müller.

Das Risiko für die Gemeinden sei durchgerechnet worden und sei relativ minim, versicherte Roth auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum. Eine Tragbarkeitsrechnung zeige auf, dass mit der Erweiterung und Teilsanierung des AZiG auch langfristig ein gesunder Finanzhaushalt geschaffen werde.

Und was geschähe bei Ablehnung des Kredits? Dann müssten die bisher für das Projekt ausgegebenen 4,5 Millionen Franken abgeschrieben werden, sagte Marcel Knecht von der Betriebskommission.

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