Wiesendangen

Bald fusioniert auch das Wasser

Die Wasserversorgungen von Bertschikon und Wiesendangen werden miteinander verbunden. Damit schliesst sich die letzte Lücke zwischen Frauenfeld und dem Zürichsee.

Die Wasserversorgung in Wiesendangen wird neu organisiert.

Die Wasserversorgung in Wiesendangen wird neu organisiert. Bild: Keystone (Symbolbild)

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Die Fusion zwischen den Politischen Gemeinden Wiesendangen und Bertschikon ist seit mehr als fünf Jahren Tatsache. Die Wasserversorgungen haben aber noch nicht zusammengefunden, weil das neue Generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP) zuerst vom Kanton bewilligt werden musste.

Im letzten September gaben auch die Wiesendangerinnen und Wiesendanger an der Urne mit grosser Mehrheit ihren Segen für das über fünf Millionen Franken teure Bauprojekt.

Zwei neue Pumpwerke

Nun liegt ein erstes Teilprojekt der neuen Wasserversorgung öffentlich auf. Dabei soll das 1961 erstellte Quellwasserpumperk in Bertschikon abgebrochen werden. «Altersbedingt weist es verschiedene Mängel auf», schreibt das verantwortliche Ingenieurbüro Holinger AG in einem Bericht.

Aufgrund seiner zentralen Lage soll Bertschikon aber zu einer wichtigen Drehscheibe im System der neuen Wasserversorgung werden. Das Wasser aus den lokalen Quellen wird durch ein neues Quellwasserpumpwerk in die Reservoirs Zünikon und Strüdliker gefördert werden. Das neue Werk soll östlich des bestehenden gebaut werden. Aufgrund eines eingedolten Bachs und den gesetzlichen Abständen zum Gewässer war der Bau nur dort möglich.

Auch das Reservoir im Wald südlich von Gundetswil ist gemäss Bericht in einem schlechten Zustand und erfüllt diverse Anforderungen der Qualitätssicherung nicht mehr. Damit aber das Wasser der Gundetswiler Quellen Langenforen weiterhin genutzt werden kann, wird neben dem bestehenden Reservoir ein neues Quellwasserpumpwerk erstellt. Die Kosten für das Bauprojekt betragen voraussichtlich 1,68 Millionen Franken. Mit dem Bau soll diesen Sommer begonnen werden. Rund ein Jahr dauert die Bauzeit voraussichtlich.

Durch neue Leitungen, die Bertschikon und Wiesendangen miteinander verbinden, erhält am Ende auch Frauenfeld einen Zugang zum Zürichsee, wie Baudirektion-Sprecher Wolfgang Bollack bestätigt. Mittel- bis langfristig ist auch ein Anschluss Frauenfelds an den Bodensee geplant. Der dritt- und der fünftgrösste Schweizer See wären dann via Wasserleitungen miteinander verbunden. (Der Landbote)

Erstellt: 29.03.2019, 12:45 Uhr

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