Wiesendangen

Baugesuch für Deponie

Nach langwierigen Vorbereitungen liegt nun das Baugesuch für die zwischen Wiesendangen und Rickenbach geplante Inertstoff-Deponie öffentlich auf.

Zwischen Wiesendangen und Rickenbach wird eine Inertstoff-Deponie geplant. Bild: Keystone

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Zwischen der Autobahn A1 und der Rucheggstrasse sollen 810000 Kubikmeter Beton, Ziegel, Glas und andere Bauabfälle sowie Aushubmaterial angehäuft werden. Das Volumen entspricht einem Würfel von mehr als 90 Metern Kantenlänge. Jährlich fallen im Kanton Zürich rund 200000 Kubikmeter dieser Inertstoffe an.

Auf den bestehenden Deponien im Kanton war Ende 2015 noch Platz für 1,2 Millionen Kubik­meter Inertstoffe, weshalb weitere Deponiestandorte nötig sind. In Wiesendangen stehen die Planungen kurz vor dem Abschluss.

Eine gemeinsame Aktiengesellschaft der Firma Aregger aus dem luzernischen Buttisholz und der Winterthurer Firma Toggenburger wird 16 Jahre lang Bauabfälle und Aushub auf dem Geländespickel bei der Autobahnausfahrt Oberwinterthur ablagern dürfen. Danach soll die Deponie mit Erde ­zugedeckt und wieder landwirtschaftlich genutzt werden.

Einiges Zähneknirschen

Seit gestern liegt das Baugesuch für die Deponie auf. Den Rahmen bilden ein Gestaltungsplan und ein Vertrag, die beide rechtskräftig sind. In intensiven Gesprächen fanden die künftigen Betreiber und die Anwohner, Anstösser und Gemeinden – von den Emissionen ist auch Rickenbach betroffen – Kompromisse, die von den Beteiligten mehr oder weniger zähneknirschend akzeptiert wurden.

In Betrieb genommen darf die Deponie erst, wenn die Kreuzung beim Bahnhof Rickenbach-Attikon umgebaut ist. Diese ist heute ein Unfallschwerpunkt. Wegen des Lastwagenmehrverkehrs befürchteten die Gemeinden noch mehr gefährliche Situationen und verlangten den vorgängigen Umbau zu einem Kreisel.

Laut der kantonalen Baudirektion wird ein Vorprojekt noch in diesem Jahr aufgelegt. Bleiben Einsprachen aus, soll der Kreisel im Frühling 2020 fertiggestellt sein. Von den auf 2,4 Millionen Franken geschätzten Kosten müssen die Deponiebetreiber einen Anteil übernehmen.

Wie im Vorfeld abgemacht, wird im Osten und Westen der Deponie ein Humuswall die Anwohner vor Lärm schützen. Auch weitere Vorbereitungsarbeiten dürfen be­ginnen, bevor der Kreisel fertig­gebaut ist. So kann etwa die Deponiesohle mit Entwässerungsleitungen versehen werden. Vor­aussetzung ist jedoch eine rechts­kräftige Baubewilligung.

(Der Landbote)

Erstellt: 19.08.2017, 12:14 Uhr

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