Zum Hauptinhalt springen

Kanton lässt Käferholz beregnen, um es teurer zu verkaufen

Der Kanton plant bei Ossingen neben der Thur ein sogenanntes Nasslager für gefällte Fichten, die es wegen des Borkenkäfers massenhaft gibt. Damit soll die Qualität der Baumstämme konserviert werden – und der Holzpreis nicht noch stärker abstürzen.

Auf diesem Stück Land direkt neben der Thur will der Kanton Zürich Holzstämme lagern und künstlich beregnen. Verteilt über den Kanton plant er weitere solche Lager. Im Hintergrund auf dem Foto ist die Ortschaft Ossingen zu sehen.
Auf diesem Stück Land direkt neben der Thur will der Kanton Zürich Holzstämme lagern und künstlich beregnen. Verteilt über den Kanton plant er weitere solche Lager. Im Hintergrund auf dem Foto ist die Ortschaft Ossingen zu sehen.
Madeleine Schoder

Wenn von einem Gut plötzlich viel mehr auf den Markt kommt, als dort verlangt wird, dann bricht der Preis zusammen. Das Angebot übersteigt also die Nachfrage. Wegen des starken Borkenkäferbefalls in der Region ist dies beim Fichtenholz schon seit vielen Monaten der Fall.

Vielerorts türmen sich gefällte Fichten wie Mahnmale in der Landschaft. Sogar nach China wurden 2019 Zürcher Baumstämme verschifft, um etwas Linderung beim Absatz zu schaffen. Vielerorts können die Arbeiten im Wald wegen des tiefen Holzpreises zurzeit nicht mehr kostendeckend erledigt werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.