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«Bei der Endlagersuche wird den Menschen Sand in die Augen gestreut»

Dass sich das Zürcher Weinland am besten für ein Endlager eignen würde, das sei schon sei Jahrzehnten bekannt, sagt Geologe Marcos Buser. Doch politische Motive hätten die gründliche Untersuchung der Region bisher verzögert.

Im Zwischenlager in Würenlingen werden die radioaktiven Abfälle der Schweiz nur provisorisch gelagert.
Im Zwischenlager in Würenlingen werden die radioaktiven Abfälle der Schweiz nur provisorisch gelagert.
Markus Forte

Seit Anfang der 80er-Jahre untersucht die Nagra die Gesteinsschichten der Nordschweiz auf der Suche nach einem Endlagerstandort. 1988 sprach sie noch von einer Inbetriebnahme des Endlagers frühestens im Jahr 2020, heute ist die Rede von 2060. Was ist falsch gelaufen?Marcos Buser:Die Fristen wurden stets aufgrund politischer Interessen festgelegt. Man hat sie nicht anhand eines Forschungsprojektes entwickelt. Hätte man das getan, so hätte man gemerkt, dass man mit dem Zeitplan gar nie durchkommen würde.

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