Seuzach

Besseres Ergebnis gerne angenommen

Am Montag gab es an der Gemeindeversammlung keine grossen Diskussionen ums Geld: Die Rechnung 2017 erhielt ungeteilte Zustimmung.

Über Zahlen debattieren Seuzacher gern. Diesmal hielt sich die Diskussionsfreudigkeit in Grenzen.

Über Zahlen debattieren Seuzacher gern. Diesmal hielt sich die Diskussionsfreudigkeit in Grenzen. Bild: Dagmar Appelt

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Es war ihm anzumerken: Der Seuzacher Finanzvorstand Marcel Fritz (SVP) hatte am Montagabend einen weitaus leichteren Auftritt an der Gemeindeversammlung als noch ein Jahr zuvor. Damals hatte er der Gemeindeversammlung eine «historisch schlechte Rechnung» präsentieren müssen, deren Ergebnis um 2,4 Millionen Franken schlechter ausgefallen war als budgetiert und 4,1 Millionen Franken imMinus lag.

Am Montag konnte Fritz den 120 anwesenden Stimmberechtigten ein erheblich besseres Ergebnis 2017 vorlegen: Aus einem budgetierten Defizit von knapp 1,4 Millionen Franken war eines von 246 000 Franken geworden. Das Jahresergebnis 2017 fälltdamit um 1,1 Millionen Franken besser aus als budgetiert.

«Das deutlich bessere Ergebnis ist nicht nur, aber auch sogenannt einmaligen Effekten zu verdanken», sagte Fritz und mahnte: «Wir können nicht zurücklehnen, sondern müssen sorgsam mit den Steuerfranken umgehen.»

War damals der Einbruch bei den Steuern früherer Jahre und der «enorme Kostenanstieg» in der Pflegefinanzierung und bei den Sozialausgaben schuld am schlechten Ergebnis, so sind laut Gemeinderat heute vor allem Einmaleffekte für den besseren Abschluss verantwortlich.

So konnten Rückstellungen für die Pensionskasse BVK in der Höhe von 343 000 Franken aufgelöst werden. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich vor allem auch aus, dass der Zweckverband Alterszentrum im Geeren Investitionsbeiträge in Beteiligungen umwandelte. Das schlug für Seuzach mit 582 000 Franken zu Buche.

Besserer Spitex-Abschluss

«Dass der Verein Spitex Regio Seuzach der Gemeinde statt eines budgetierten Kostenanteils von 15 000 Franken einen Gewinnanteil von 165 000 Franken überwiesen hat, fiel für die Rechnung von Seuzach überraschend positiv ins Gewicht», sagte Fritz. Die Frage eines Stimmbürgers, wie das denn möglich sei, beantwortete Gemeinderat Peter Fritschi (FDP) mit geringeren Fixkosten durch die Vergrösserung des Verbandsgebietes. Die Versammlung hiess die Rechnung am Ende einstimmig gut.

Seuzachs Gesamtsteuerfuss beträgt gegenwärtig 101 Prozent. 2016 lag er noch bei tiefen 84 Prozent. Für 2017 war er um acht und für dieses Jahr um weitere neun Prozentpunkte angehoben worden. Der Gemeinderat hätte für 2018 gar zwölf Prozentpunkte mehr gewünscht. Die Gemeindeversammlung verlangte im Dezember 2017 jedoch eine Korrektur nach unten. (Landbote)

Erstellt: 13.06.2018, 08:16 Uhr

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