Pfungen

Betonkreisel soll Kreuzung entschärfen

Ende 2019 sollen die Bauarbeiten für einen neuen Kreisel bei der Migros in Pfungen beginnen. Das 4,1 Millionen teure Projekt sieht auch zwei neue Busbuchten vor.

Gefährliche Kreuzung: Wer von der Migros her kommend nach links abbiegt, muss zwei Fahrbahnen und einen Veloweg überqueren.

Gefährliche Kreuzung: Wer von der Migros her kommend nach links abbiegt, muss zwei Fahrbahnen und einen Veloweg überqueren. Bild: Nathalie Guinand

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Er ist in der Gemeinde Pfungen schon lange ein Thema. Nun wird er wieder aktuell, der geplante Kreisel am Knoten Weiacher-/Wanistrasse. Das Vorprojekt des Kantons, das die Sicherheit al­ler Verkehrsteilnehmer erhöhen soll, liegt jetzt noch bis am 10. September öffentlich auf.

Einwendungen können bis zu diesem Datum zuhanden der Zürcher Baudirektion bei der Pfungemer Verwaltung eingereicht werden.

Es ist höchste Zeit, dass der Kanton die gefährlichen Einmündungen entschärft. Denn wer heute von der Migros her kommend nach links in die ­Weiacherstrasse einbiegen will, braucht Geduld – und muss bei der Sache sein. Weil sich bei rund 20 000 Fahrzeugen, welche die Hauptverkehrsachse täglich benutzen, manchmal minutenlang keine Lücke auftut.

Zwölf Unfälle in fünf Jahren

Ist die Fahrbahn einmal frei, kann es sein, dass sich von links oder rechts ein Velofahrer nähert oder ein Fussgänger die Strasse überqueren will. Einen Fussgängerstreifen hat es dort aber keinen.

Deshalb ist es in den letzten fünf Jahren auch zu Unfällen gekommen, zwölf waren es total. Bei der Hälfte von ihnen waren Velofahrer beteiligt. Eine Person verletzte sich schwer, sieben leicht. Todesfälle gab es keine.

Eigentlich hätten die Bauarbeiten Ende dieses Jahres beginnen sollen. Doch wegen einer instabilen Böschung zwischen der Weiacherstrasse und dem Transportunternehmen Gatra AG verzögern sie sich um rund ein Jahr. Erst musste der Kanton Messungen vornehmen und sich überlegen, ob und wie er den Hang sichern kann.

Denn über ihn soll während der Bauzeit eine Ausweichroute führen. Es wäre also fatal, wenn er ins Rutschen geriete. Massnahmen für die Stabilisierung der Böschung lägen zurzeit zwar noch nicht vor, sagt Isabelle Rüegg, Sprecherin der Baudirektion, auf Anfrage. Unabhängig davon könne man das Vorprojekt trotzdem öffentlich auflegen.

Mittelinseln verschwinden

Der Kanton will wegen der hohen Verkehrsbelastung einen Betonkreisel anstelle der Kreuzung bauen. Die auf der Weiacherstrasse vorhandenen Mittelinseln werden abgebrochen. An ihre Stelle kommen westlich des Kreisels und auf der Wanistrasse Fussgängerübergänge mit Schutzinseln (siehe Grafik). Die beiden Linksabbieger werden ebenfalls aufgehoben.

Neu wird es auch zwei Bushaltestellen in Form von Buchten geben. Auch sie werden westlich des Kreisels angeordnet. Auf der Weiacherstrasse verkehrt derzeit der Bus der Linie 665, der Winterthur mit Dättlikon stündlich verbindet. Haltestellen hat es dort heute keine.

Mit dem neuen Kreisel sollen auch die privaten Einmündungen in die Wanistrasse entflochten werden. Die Zufahrt zur Deponie Bruni der Firma Eberhard Recycling AG wird voraussichtlich 2021 aufgehoben, weil sie bis dahin voll sein wird.

Im Weiteren wird die Wei­acherstrasse auf einer Länge von 340 Meter saniert, es werden Werkleitungen und die Strassenbeleuchtung angepasst und eine Einmündung für eine neue Zufahrt zur Keller AG Ziegeleien gebaut. Für die Zufahrt wird es ein separates Projekt geben.

4,1 Millionen Franken

Der Kanton rechnet mit einer Bauzeit von sieben Monaten. Die Arbeiten sollen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs in Etappen ausgeführt werden. Die Kosten belaufen sich nach heutigem Stand auf 4,1 Millionen Franken, inklusive eines Landerwerbs von 300 Quadratmetern.

Auf die Gemeinde Pfungen entfallen 90 000 Franken. Sie werden für die Entflechtung auf der Wanistrasse eingesetzt. Migros und Keller AG Ziegeleien beteiligen sich mit je 150 000 Franken.

Um insbesondere die Sicherheit der Velofahrer schon jetzt zu erhöhen, hat man bereits vor zwei Jahren die Markierung im Mündungsbereich der Wanistrasse angepasst. Ein Linksabbiege­verbot bei der Migros-Ausfahrt hat der Kanton zwar geprüft.

Bei eingehender Betrachtung habe sich aber gezeigt, dass dadurch neue, nicht abschätzbare Konfliktsituationen entstehen würden, sagt Rüegg. Ausserdem hätte man die Strasseninfrastruktur anpassen müssen. Und das braucht Zeit.

(Der Landbote)

Erstellt: 17.08.2018, 17:40 Uhr

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