Wiesendangen

«Da versuchen alle, dabei zu sein»

Am Samstag hat auch der Turnverein Wiesendangen am Eidgenössischen Turnfest in Aarau einen grösseren Auftritt. Es sei jeweils nicht ganz einfach, Ansprüche an Ambitionen und Geselliges zu verbinden.

Vergangenes Wochenende trat der TV Wiesendangen bereits mit Einzelturnern in Wettkämpfen an. Foto: PD

Vergangenes Wochenende trat der TV Wiesendangen bereits mit Einzelturnern in Wettkämpfen an. Foto: PD

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«Der grosse Brocken kommt jetzt erst noch», sagt Samuel Gähwiler, seines Zeichens Oberturner beim Turnverein Wiesendangen und mit eben jenem auch am Eidgenössischen Turnfest in Aarau vertreten.

Vergangenes Wochenende traten bereits 25 Einzelturnerinnen und Einzelturner und 35 Kinder aus Wiesendangen an, der grosse Auftritt folgt nun am kommenden Abschlusswochenende: «Da versucht jeder teilzunehmen, der kann», sagt der 25-Jährige.

«Das Beste an diesen Festen ist die Atmosphäre.»

Rund 70 Leute aus dem Turnverein und der Damenriege starten gemeinsam im Vereinswettkampf. Dazu kommen weitere aus der Männer- und Frauenriege sowie Helfer und Kampfrichter, die freiwillige Arbeitseinsätze leisten.

Das Eidgenössische Turnfest dauert zehn Tage vom 13. bis zum 23. Juni. Durchgeführt wird es alle sechs Jahre. 2013 nahmen in Biel und Magglingen 60000 Turnerinnen und Turner aus der ganzen Schweiz teil und 100000 Besucher kamen, um die Wettkämpfe zu sehen.

Für Gähwiler ist es das zweite Eidgenössische: «Das Beste an diesen Festen ist die Atmosphäre. Das überzeugt auch viele Leute, die sonst nicht mehr wirklich aktiv sind.»

Mehr Wegweiser

Auf dem Festgelände in Aarau finde man sich gut zurecht, sagt Gähwiler. «Man könnte vielleicht etwas mehr Wegweiser aufstellen, aber die Leute laufen einander sowieso mehrheitlich hinterher.»

Die Zuschauer und Supporter hätten am ersten Wochenende zwischen den Wettkämpfen manchmal die Anlage wechseln müssen und dafür 15 Minuten zum nächsten Ort laufen oder auch einmal den Bus nehmen: «Das sind für ein Eidgenössisches aber eher noch kurze Distanzen», sagt Gähwiler. Die kommenden Vereinswettkämpfe würden alle mehr oder weniger auf der gleichen Anlage ausgetragen.

Am Samstagnachmittag gilt es für die Wiesendanger ernst. Die meisten Turnerinnen und Turner treten in einem dreiteiligen Vereinswettkampf an, bei dem sie die Disziplinen selbst einteilen können.

Pro Wettkampfteil wird eine nach Anzahl Teilnehmern gewichtete Note bis maximal 10 Punkte erteilt. Die drei Teile werden anschliessend zusammengezählt, was eine maximale Gesamtpunktzahl von 30 Punkten für den Verein ergibt. «Es braucht einiges an Planung, um die Leute einzuteilen», sagt Gähwiler, der als technischer Leiter die Verantwortung für die Wettkämpfe und das Training trägt.

Es sei nicht immer einfach, alle Ansprüche unter einen Hut zu bekommen: «Manche hegen durchaus Ambitionen, andere möchten einfach das machen, worauf sie Lust haben und das Gesellschaftliche geniessen.» Man müsse entscheiden, welchen Anspruch man an die Vereinsnote stellen wolle und die Leute entsprechend einteilen.

Mitten in der Prüfungszeit

Anmelden müssen sich die Turnvereine weit im Voraus. «Die Teilnehmer müssen bereits im Herbst wissen, dass sie sich im Juni vier Tage freihalten können», erklärt Gähwiler. Denn den genauen Zeitpunkt der Wettkämpfe erfahren die Vereine erst später. Schrittweise werde dann die Planung konkreter.

Im Juni sei zudem Hochsaison für Lehrabschlussprüfungen, Matur- und Studienprüfungen, weswegen sich viele teilweise oder ganz abmelden müssten. «Es sagt immer mal wieder jemand ab und dann heisst es umplanen», sagt Gähwiler.

Das Eidgenössische Turnfest sei auch ein guter Ort, um andere Vereine aus der Umgebung zu treffen. «Man kennt sich von anderen Anlässen und viele organisieren ihre Teilnahme ähnlich wie wir», sagt Gähwiler. Manche gingen die Wettkämpfe angriffiger an, andere legten mehr Wert auf Geselliges. Er selbst freue sich aber am meisten darauf, neue Leute kennenzulernen.

Erstellt: 20.06.2019, 18:26 Uhr

Samuel Gähwiler ist Oberturner in Wiesendangen. Foto: PD

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