Aadorf

Das Hallenbad ist wieder trocken

Nach einem Wasserrohrbruch war das Hallenbad in Aadorf während mehr als vier Monaten für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Sanierung kostete 770000 Franken.

Die Garderoben stehen wieder auf trockenem Boden.

Die Garderoben stehen wieder auf trockenem Boden. Bild: Enzo Lopardo

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Es ist ruhig auf dem Areal der Primarschule Löhracker an diesem Montagmorgen, die Herbstferien haben begonnen. Lediglich zwei Arbeiter sind zu hören, die vor dem Eingang des Hallenbads weisse Sichtschutzplatten abschrauben. Dahinter kommen zwei Container zum Vorschein: Die einstigen provisorischen Garderoben für die Schülerinnen und Schüler während der Sanierungsphase.

Sie werden nun nicht mehr gebraucht. Die Garderoben im Innern des Hallenbads sind nach einem Wasserrohrbruch und etwas mehr als vier Monaten Bauzeit saniert. Eine etwa 30-jährige Wasserleitung hatte geleckt und war über längere Zeit nicht entdeckt worden. «Schliesslich ist es in den Garderobe eines Hallenbads öfters mal nass», sagt Peter Ronner, Leiter Amt für Kultur, Freizeit und Sport.

Weil das Leck klein war, habe man es erst bemerkt, als es von der Kellerdecke zu tropfen begann. «Da waren die Böden schon ziemlich mit Wasser vollgesogen», sagt Ronner, der am Montag die Sanierung abnahm.

«Wir mussten sämtliche Kacheln herausspitzen, die Böden aufreissen und sie während sieben Wochen mit Anlagen trocknen.»Peter Ronner,
Leiter Amt für Kultur, Freizeit und Sport

Oberflächlich ist nur wenig Neues zu erkennen: Die Schliessfächer und einzelne Kacheln erstrahlen in einem frischeren Grün, zudem wurde eine Dusche mit Klappsitz für Behinderte installiert. Die grosse Arbeit befindet sich aber darunter: «Wir mussten sämtliche Kacheln herausspitzen, die Böden aufreissen und sie während sieben Wochen mit Anlagen trocknen», sagt Ronner. Danach habe man sämtliche Leitungen ersetzt, die Böden wieder verschlossen, geplättelt und die Sanitäranlagen wie beispielsweise Lavabos und Duschen ersetzt.

Während dieser Zeit war das 25-Meter-Becken mit seinen vier Längen nur für Schulen und Schwimmkurse zugänglich. Nebst den Aadorfern schwimmen auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Gemeinden regelmässig in Aadorf. Der Lehrplan 21 schreibt den Schwimmunterricht in der Primarschule vor. Für die Öffentlichkeit war das Hallenbad während den Sommermonaten zu: «Wir hatten nur die Containergarderoben, und wir hätten nicht Erwachsene mit Kindern in derselben Garderobe umziehen lassen können», sagt Ronner.

Erst kürzlich saniert

Nun ist das Bad auch für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Kommen eigentlich auch Winterthurinnen und Winterthurer nach Aadorf, weil ihnen ein zweites Hallenbad fehlt? «Leider nein», sagt Badmeisterin Sabrina Herzog.

Der Zeitpunkt für das Wasserleck war denkbar ungünstig. Erst vor rund drei Jahren hatte die Gemeinde das Hallenbad für 2,8 Millionen Franken sanieren lassen. Damals war entschieden worden, an den Garderoben nichts zu machen und die Wasserleitungen noch nicht zu ersetzen. Trotzdem kam der neuerliche Sanierungskredit an der Gemeindeversammlung im letzten Dezember klar durch. «Das Hallenbad ist in der Bevölkerung breit abgestützt und wir hatten eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Sanieren oder dichtmachen», sagt Ronner. Das Gebäude, dessen Umriss an ein Zahnrad erinnert, beherbergt das Bad seit 1990 im Erdgeschoss.

Erstellt: 07.10.2019, 14:31 Uhr

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