Pfungen

Das Kreuz mit dem Kreisel

Mehr als ein Gerücht: Zwei Einsprachen blockieren momentan das Projekt des Migros-Kreisels in Pfungen.

Das Einmünden ist schwierig und gefährlich: Die Kreuzung bei der Migros in Pfungen.

Das Einmünden ist schwierig und gefährlich: Die Kreuzung bei der Migros in Pfungen. Bild: Heinz Diener

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In Pfungen geht ein Gerücht um. Es bezieht sich auf den lange erwarteten Kreisel bei der Migros: Die Planung des Rondells verzögere sich, weil sich die Migros nicht daran beteiligen wolle. Die Migros habe einen Anwalt eingeschaltet, wird gemunkelt.

Die Antwort des Grossverteilers, auf solche allfälligen Unstimmigkeiten mit dem Kanton angesprochen, fällt recht vage aus: Die Migros Ostschweiz begrüsse die Pläne des Kantons für den Bau eines Verkehrskreisels bei der Migros Pfungen. Zurzeit bestünden noch einige offene Fragen in Zusammenhang mit dem Projekt. Diese gelte es zwischen den Parteien zu klären. «Dazu finden zeitnah Gespräche zwischen den Projektverantwortlichen statt.»

Auch die Baudirektion des Kantons Zürich, die Bauherrin des Kreisels, will sich zu den Gerüchten – mit Hinweis auf das laufende Verfahren – nicht äussern. Mediensprecher Thomas Maag stellt aber klar: «Die Migros muss nichts an den Kreisel bezahlen.» Maag bestätigt auch, dass innerhalb der Auflagefrist zwei Einsprachen eingereicht worden seien, die eine «projektbezogen» und die andere «enteignungsrechtlich». Zurzeit würden die Gespräche mit den Beschwerdeführern laufen.

Drei Grundeigentümer sind neben dem Kanton ins Kreiselprojekt involviert: die CS Funds, Keller Ziegeleien und die Migros Ostschweiz. Aus ihren Reihen sind die Einsprachen laut Gerücht erfolgt.

«Wir sind es nicht», versichert Stephan Keller, Verwaltungsratspräsident der Keller AG Ziegeleien, auf Anfrage. Man sei vom Projekt lediglich mit einem Spickel Land betroffen, auf dem gegenwärtig die Gewerbetafel stehe. Die Vermutung liegt nahe, dass die Einsprachen von den beiden anderen Grundeigentümern stammen könnten.

Erneute Verzögerung?

Der Kreisel, der eigentlich schon stehen sollte, ist nach einer Verzögerung infolge eines instabilen Hanges nun für Herbst 2020 geplant. Ob er dann aber fertiggestellt sein wird, hängt Maag zufolge nicht nur von der Dauer und dem Ergebnis obiger Gespräche ab, sondern auch davon, ob die bevorstehende Festsetzung des Projektes durch den Regierungsrat angefochten werde.

Dass der Kreisel an der Weiacherstrasse von der Verkehrssicherheit her dringend geboten ist, findet auch Stephan Keller. «Die heutige Kreuzung ist für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich.» Das Rondell spielt überdies im Zusammenhang mit dem für 2021 und 2022 geplanten Engagement von Karl's kühner Gassenschau eine wichtige Rolle: Spielstätte und Besucherparkplätze, für die das Baugesuch noch hängig ist, lägen direkt neben dem Kreisel. Würde die Theatertruppe wie geplant im September 2020 mit dem Aufbau beginnen, wäre ein Kreisel anstelle der schwierigen Kreuzung zweifellos von Vorteil. Nachdem er nun aber schon zweimal nach hinten verschoben wurde, wünscht sich die Gemeinde «endlich Planungssicherheit», wie Gemeindeschreiber Stephan Brügel sagt. «Wir haben den Posten bereits zum dritten Mal im Budget.»

Erstellt: 22.10.2019, 18:00 Uhr

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