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Delegation besucht ein Haus, das einst in ihrem Dorf stand

Das Freilichtmuseum Ballenberg lädt die Wilemer dazu ein, «ihr» Bauernhaus zubesuchen. Es wurde vor bald 40 Jahren abtransportiert.

Das über 300 Jahre alte Bauernhaus aus Wila steht heute im Freilichtmuseum Ballenberg.
Das über 300 Jahre alte Bauernhaus aus Wila steht heute im Freilichtmuseum Ballenberg.
Ben Zurbriggen

Das alte Bauernhaus aus Wila im Freilichtmuseum Ballenberg hat einen weiten Weg hinter sich. Ende der 1970er-Jahre wurde das heute über 300 Jahre alte Gebäude im Tösstal abgebaut und dann im Berner Oberland originalgetreu wieder aufgebaut.

Denselben Weg nimmt nun am 25. August eine Delegation aus Wila auf sich. Mit dabei ist die Chorgemeinschaft Landenberg, die im Ballenberg mehrmals auftreten wird. Auch der Verein «Alte Windenmacherei Brüngger Wyla» beteiligt sich und stellt den Besuchern im Berner Oberland ihr Handwerk vor: Die Herstellung von Stockwinden, mit denen ohne grossen Kraftaufwand Lasten von mehreren Tonnen von Hand angehoben werden können.

Das Freilichtmuseum hat sie zusammen mit der Gemeinde Wila dazu eingeladen. Dies unter dem Motto «Kultur teilen» anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Ballenberg-Stiftung. Auch andere Herkunftsgemeinden, Künstler oder Handwerker sind im Jubiläumsjahr auf dem Ballenberg anzutreffen.

Schweinestall und Tenn

Das Haus aus Wila ist laut Mitteilung des Ballenbergs ein heute sehr seltenes Beispiel eines sogenannten Bohlenständerbaus. Das heisst: Zwischen senkrechten Ständern wurden massive, waagrechte Hölzer eingebaut. Diese Bauweise sei im Nordosten der Schweiz bis circa 1700 verbreitet gewesen.

Das für damalige Verhältnisse grosse Haus aus Wila wurde vielseitig genutzt und vermutlich von Mitgliedern der reichen Offiziersfamilie Rupper erbaut. In einer Dreschtenn wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Auf der Rückseite befindet sich ein Schweinestall, der teils aus Sandstein bestand. In einer der Platten kann man die Jahreszahl 1834 entziffern.

Gemeinsame Ausstellung

Der gemeinsame Anlass des Freilichtmuseums Ballenberg und der Gemeinde Wila soll nachhaltig wirken. Für die nächste Ausstellung im Bauernhaus, die nächstes Jahr startet, würden die Gemeinde und das Ortsmuseum Wila mit einbezogen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

roh

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