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Demokratie verlangt Stil

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Man kann es niemandem verbieten, nur aus einem punktuellen Interesse heraus an die Gemeindeversammlung zu gehen. So sind die Spielregeln der Demokratie. Und bei der rekordmäs­sigen Beteiligung in Seuzach ist dies offensichtlich der Fall ­gewesen. Etwas oder jemand hat die Leute in Scharen mobilisiert.

Ob die Mobilisierung nun gegen die Asylunterkunft oder gegen die Steuererhöhung erfolgte, lässt sich nicht zuverlässig sagen. Das Publikum applaudierte zu unterschiedlich. Etwa, als Seuzachs Austritt aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) gefordert wurde.

Zu den demokratischen Gepflogenheiten gehört es, das Ende einer Versammlung abzuwarten

Sicher ist aber: Zu den demokratischen Gepflogenheiten gehört es, das Ende einer Versammlung abzuwarten – auch wenn man verloren hat. Jene, die in Seuzach früher gingen, hielten zwar die Regeln der Demokratie ein. Stilvoll war das aber nicht.

Erstellt: 07.12.2016, 08:56 Uhr

Dagmar Appelt ist Redionalredaktorin des Landboten.

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