Neftenbach

Den Traum vom eigenen Café verwirklicht

Seit gestern hat Neftenbach ein zweites Café. Zwei Mütter bieten an vier Tagen Kaffeespezialitäten und einfache Speisen an.

Eifach & Meh heisst das Café, das Anja Spiller und Sandra Bisang (von links) eröffnet haben.

Eifach & Meh heisst das Café, das Anja Spiller und Sandra Bisang (von links) eröffnet haben. Bild: Johanna Bossart

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Ein gemütliches Café, wo man eine gute Tasse Kaffee trinken kann: Was die Neftenbacherinnen Anja Spiller und Sandra Bisang schätzen, bieten sie seit gestern selbst an.

Direkt hinter dem Coop und neben einem Fitnesscenter haben sie das Lokal «Eifach & Meh» eröffnet. Den Plan, selbst ein Café zu führen, hätten sie schon länger mit sich herumgetragen, sagt die 41-jährige Sandra Bisang. «Und dann hat der Zeitpunkt plötzlich gestimmt.»

Kinder im Primarschulalter

Bisang, die Erfahrung im Projekt- und Eventmanagement hat und im Dienstleistungssektor tätig war, gab den Job auf. Gleichzeitig entstand an der Wolfzangenstrasse ein Neubau, und zwar dort, wo einst eine Zimmerei stand. Die Kinder, mittlerweile im Primarschulalter, waren selbstständiger geworden.

«Uns war sehr wichtig, dass wir wissen, woher der Kaffee kommt»

Und auch die 38-jährige Anja Spiller hatte Lust, etwas Neues anzupacken. Also nahmen die beiden früh mit dem Hausbesitzer Kontakt auf. «Das Haus stand noch nicht mal.» Doch am Ende haben sie den Zuschlag erhalten.

Die beiden sind Quereinsteigerinnen. Keine von ihnen hat je ein Gastrolokal geführt. Spiller hat als Kind oft hinter die Kulissen blicken können, wie sie sagt. Ihre Familie ist im Gastgewerbe tätig, sie selbst hat eine Lehre in der Hotelbranche gemacht. Und: «Ich habe ein Gastgeberherz.»

Die Kuchen, die sie im Café anbieten, sind alle selbst gemacht. «Ich backe sehr gerne», sagt Bisang.» Und auch die einfachen Speisen wie etwa Suppen, Salate oder warme Brötchen, die am Mittag auf der Speisekarte stehen, kommen aus der eigenen Café-Küche. Beide legen Wert auf frische Ware, die möglichst aus Bioproduktion und der Region stammt. Sie bieten deshalb etwa Chopfab-Bier und den Noblen Weissen des Neftenbacher Weingutes Nadine Saxer an. Auch regionale Schnäpse und Gins gehören zum Angebot.

Kaffee aus regionaler Rösterei

Der (Bio-)Kaffee stammt aus einer ehemaligen Winterthurer Rösterei, der Firma Henauer. «Uns war sehr wichtig, dass wir wissen, woher der Kaffee kommt», sagt Bisang. Die beiden Frauen haben ausserdem eine intensive Kaffeeschulung hinter sich. Der Lieferant der Kaffeemaschine hat ihnen beispielsweise gezeigt, wie sie sie je nach Wetter anders einstellen können. «Denn der Geschmack des Kaffees ändert sich, wenn sich die Luftfeuchtigkeit ändert.»

Für den Anfang öffnet das Lokal an vier Tagen, jeweils von 8 bis 17 Uhr. An den Wochenenden, am Mittwoch und während der Schulferien bleibt es geschlossen. «Das kann sich aber noch ändern. Wir müssen erst sehen, wie unser Angebot ankommt», sagt Bisang.

Wer möchte, kann das Lokal mit rund 20 Plätzen auch für einen privaten Anlass mieten. Die Neftenbacherinnen bieten auch einen Catering-Service an. Neben ihrem gibt es im Ort noch ein Café in der Bäckerei Rössler. Dass es Platz für beide hat, davon sind sie überzeugt.

(Der Landbote)

Erstellt: 04.05.2018, 16:08 Uhr

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