Neftenbach/Truttikon

Der Klassiker und die Moderne

Das Weinmagazin Vinum ehrt gleich zwei Weingüter in der Region: Nadine Saxer aus Neftenbach und Niklaus Zahner aus Truttikon. Wieso sie im neuen Weinführer zu den Besten des Landes zählen.

Niklaus Zahner aus Truttikon ist für charaktervolle Klassiker bekannt. Nadine Saxer produziert auf ihrem Neftenbacher Weingut moderne und samtige Weine. Beide gehören zu den besten Winzern des Landes.

Niklaus Zahner aus Truttikon ist für charaktervolle Klassiker bekannt. Nadine Saxer produziert auf ihrem Neftenbacher Weingut moderne und samtige Weine. Beide gehören zu den besten Winzern des Landes. Bild: zvg

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Die Weingüter von Nadine Saxer aus Neftenbach und Niklaus Zahner aus Truttikon gehören zu den 150 Besten von 1500 Weinbergen der Schweiz. Das erfährt man im neuen Weinführer des Fachmagazins Vinum, der im November erschienen ist.

Das Fachmagazin Vinum kürt die besten Schweizer Weine.

Die zwei Weingüter haben laut Thomas Vaterlaus, Chefredaktor von Vinum, entweder an Degustationen oder Wettbewerben «sehr gut» abgeschnitten. «Beide produzieren Weine von hoher Qualität, sind aber in ihrem Stil sehr unterschiedlich», sagt Vaterlaus.

So produziere Saxer modern anmutende, sehr weiche und fruchtbetonte Weine. «Sie hat den Prototyp eines modernen Zürcher Weinguts geschaffen, von der schlichten aber doch spektakulären Architektur, über die Etikettengestaltung bis zum samtigen Charakter ihrer Weine», sagt Vaterlaus.

«Beide produzieren Weine von hoher Qualität, sind aber in ihrem Stil sehr unterschiedlich»Thomas Vaterlaus,
Chefredaktor Vinum

Darum komme sie auch besonders bei jüngeren Weinliebhabern sehr gut an. Niklaus Zahner hingegen produziert «eigenständige, charaktervolle Klassiker nach burgundischem Vorbild». Und er ist ein Vorzeigebeispiel für Kreativität beim Weinanbau: «Das Weingut hat vor fast 30 Jahren einen im Barrique vergorenen und ausgebauten Weissburgunder kreiert, der noch heute absolute Klasse ist und perfekt zum Essen passt», sagt Vaterlaus.

Wichtig ist der gute Name

Für beide Winzer ist es nicht das erste Mal, dass sie im Weinführer aufgeführt sind. Sie kommen beide bereits in der ersten Ausgabe von 2014 der besten 100 Weingüter vor. Sie freuen sich: «Es ist schön, eine der selektionierten Winzerinnen zu sein», sagt Saxer. «Für uns ist das ein Kompliment.»

Sie produziert auf ihrem Weingut pro Jahr 100 000 Flaschen mit insgesamt 14 verschiedenen Wein. Zahner hat etwas weniger – er bietet in 80 000 Flaschen zehn verschiedene Weine an und zählt sich damit zu «den Grossen unter den Kleinen». Einige seiner Weine werden sogar in der Delikatessenabteilung im Globus verkauft.

Auch Zahner ist zufrieden über die Erwähnung im Weinführer: «Das ist die Bestätigung, dass wir anständige Arbeit leisten», sagt er. Das Telefon laufe deswegen aber nicht heiss, «wir werden auch nicht überrannt mit Bestellungen». Wichtiger sei, dass damit die Bekanntheit des Guts steige. «Wenn die Leute im Restaurant die Weinkarte aufschlagen, erinnern sie sich eher an den «Zahner»-Wein, weil sie schon etwas darüber gelesen haben.»

Auch für Saxer geht es mehr um den guten Namen, der verbreitet wird. Zudem ist der Weinführer erst seit Kurzem im Verkauf. «Ich kann mir gut vorstellen, dass ihn gewisse Weinkenner noch unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk finden», sagt Saxer.

Einmal brillant reicht nicht

Mit einer Auflage von 20 000 Stück erreicht der Weinführer nicht nur Winzerinnen und Winzer, sondern auch viele Weinliebhaber. Die Ansprüche, aufgenommen zu werden, sind hoch. Es geht dabei nicht nur um die Qualität des Weins.

Vaterlaus achtet auch auf die Kreativität, Innovation sowie den An- und Ausbau auf dem Weingut. Die Winzer werden nach ihrer Gesamtleistung bewertet: «Ein einziges hervorragendes Resultat reicht nicht aus. Das Weingut muss wiederholt mit seinen Weinen brillieren.» Das ist den beiden Winzern aus der Region gelungen.

(Der Landbote)

Erstellt: 20.12.2017, 15:43 Uhr

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