Elsau

Der neue Stall kommt früher

Bei den Ausbauprojekten des Pestalozzihauses in Räterschen hat sich einiges geändert – unter anderem wegen Kälbern. Obwohl noch knapp 200 000 Franken bis zum Spendenziel von 2,15 Millionen Franken fehlen, soll der Bau bald starten.

Das Zentrum Pestalozzihaus in Räterschen soll über die nächsten Jahre erweitert werden.

Das Zentrum Pestalozzihaus in Räterschen soll über die nächsten Jahre erweitert werden. Bild: Marc Dahinden

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Das neue Schulhaus soll ab dem Frühling 2017 gebaut werden – so viel steht fest. Dem Pestalozzihaus in Räterschen stehen aber noch weitere Projekte wie eine neue Heizzentrale und ein neues Therapiezentrum bevor und da hat sich in den vergangenen Monaten einiges in der Planung geändert. Eigentlich hätte der Spatenstich für die Heizzentrale bereits im Herbst 2016 stattfinden sollen.

«Wir mussten die Projekte anpassen», sagt René Albertin, Leiter des Zentrums für Kinder mit psychosozialen Schwierigkeiten. Die neue Pellet-Heizung soll unter das neue Therapiezentrum, das auch Stallgebäude ist, gebaut werden. Der Bau von letzterem war aber erst für das Jahr 2018 vorgesehen. Nun sollen die beiden Projekte zeitgleich umgesetzt werden.

Kühe brauchen Sichtkontakt

«So können wir die gleichen Unternehmen beauftragen, das spart Kosten ein», erklärt Albertin. Auch könnten die Projekte besser aufeinander abgestimmt werden. Ein Grund für die zeitliche Umstellung war die so genannte Abkalberungsbox. Lange war nicht klar, wo die Kälber des Therapiezentrums zur Welt kommen sollen. «Wir haben festgestellt, dass wir die Box in der Nähe bauen müssen. Die Tiere brauchen mindestens Sichtkontakt zu ihren Artgenossen», sagt Albertin.

«Es fehlt nur noch wenig Geld.»

René Albertin, 
Zentrumsleiter Pestalozzihaus

Für das veränderte Projekt musste eine neue Baubewilligung eingereicht werden, das Therapiezentrum und die Heizzentrale werden darin als integraler Bau aufgeführt. Auch wird der Gestaltungsplan, der für das Areal des Pestalozzihauses gilt, das sich eigentlich in der Landwirtschaftszone befindet, weiter ausgenutzt als geplant.

Der Baustart der beiden Projekte ist für den Sommer 2017 vorgesehen – das Ende für den Winter 2017. Denn das neue Schulhaus wird an die Heizzentrale angeschlossen. Ist diese bis im Winter nicht gebaut, könnte es für die Schüler kühl werden.

«Bin zuversichtlich»

Kosten sollen die Um- und Ausbauten insgesamt 7,3 Millionen Franken. Darin eingeschlossen ist der Umbau des heutigen, denkmalgeschützten Stallgebäudes in eine Turnhalle, der aus logistischen Gründen erst nach dem Bau des neuen Therapiezentrums erfolgen kann. 3 Millionen Franken steuern Bund und Kanton bei, 2,15 Millionen Franken finanziert das Pestalozzihaus aus Eigenmitteln.

Der Trägerverein lancierte eine Spendenkampagne, um die restlichen 2,15 Millionen Franken zusammenzutragen. Anfang 2017 fehlen nun noch knapp 200 000 Franken. «Es fehlt nur noch wenig und ich bin zuversichtlich, dass wir das Geld im nächsten halben Jahr zusammenbekommen», sagt Albertin.

(Der Landbote)

Erstellt: 06.01.2017, 18:06 Uhr

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