Pfungen

Der Radweg muss warten

An der Töss in Pfungen sollte ein Radweg neu und beim Vorbruggenweg ausgebaut werden. Nun werden die Bauarbeiten über ein Jahr unterbrochen.

Bis man in Pfungen im Grünen entlang der Töss radeln kann, braucht es noch etwas Geduld.

Bis man in Pfungen im Grünen entlang der Töss radeln kann, braucht es noch etwas Geduld. Bild: Donato Caspari

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Zum Start in den Frühling sollte der neue Veloweg entlang der Töss in Pfungen fertig sein. Auch war es geplant, das angrenzende Wegstück beim Vorbruggenweg auszubauen.

Doch nun teilt der Kanton Zürich mit, dass die Bauarbeiten am neuen Radweg und beim Vorbruggenweg unterbrochen werden müssen. Grund dafür sei das Bauprojekt Riverside der Textilfirma Eskimo. «Das haben wir schon vor einem Jahr so mit dem Kanton abgesprochen», sagt Josef Schifferle, Geschäftsleitungsmitglied der Eskimo Textil AG.

Belag fehlt

Gleich neben dem Radweg baut die Eskimo eine Überbauung mit 54 Wohnungen. Wegen dieser Baustelle kann der Weg nicht fertiggestellt werden. Der Kanton plant, die Arbeiten von Mitte Mai 2019 bis Ende September 2020 zu unterbrechen. Im Oktober in einem Jahr soll der Weg fertiggestellt werden.

Velofahren entlang der Töss. Die Bauarbeiten werden bis September 2020 unterbrochen. Die rote Linie zeigt den neu geplanten Veloweg. Schwarz der bestehende Veloweg (Vorbruggenweg), der ausgebaut werden soll. Karte: Google Maps/far

Was dem Radweg entlang der Töss und beim Vorbruggenweg noch fehlt, ist der Belag. Momentan sei es einfach noch der alte Veloweg mit Kiesbelag, sagt Thomas Maag, Mediensprecher der Baudirektion des Kantons Zürich. Diesen nutzt Eskimo zurzeit als Zufahrt für den Transport von Baumaterial.

Die Reihenfolge geändert

Der Spatenstich für die Überbauung Riverside erfolgte letzten November. Die bereits vor einem Jahr angekündigte Änderung betrifft den Bauplan der Überbauung Riverside, der sich unter anderem durch Einsprachen verzögerte. «Die Gebäude der Überbauung werden in anderer Reihenfolge gebaut als ursprünglich geplant», sagt Schifferle.

So muss die Eskimo AG diese Zufahrt länger nutzen, was die Fertigstellung des Radwegs gegenüber dem ursprünglichen Plan des Kantons um über ein Jahr verzögert. Durch die Wartezeit entstünden keine Mehrkosten, sagt Thomas Maag von der Baudirektion.

Bis der gesamte Radweg mit dem alten und dem neuen Teilstück seinen neuen Belag erhält, bleibt der bestehende Veloweg entlang der nahe gelegenen Hauptstrasse, der Dättlikonerstrasse, als Alternative.

Damit man die befahrene Hauptstrasse künftig umfahren kann, plant der Kanton das neue Wegstück entlang der Töss. Dadurch soll eine direkte Verbindung zwischen der Dättlikonerstrasse und dem Vorbruggenweg geschaffen werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Radweg entlang der Töss im Frühling 2021 für Velotouren bereit sein.

Die Verbesserung der Radwege hat im Kanton Zürich hohe Priorität. Im Jahr muss er 16 Millionen Franken ins Velonetz investieren. Es sei das Ziel, den Anteil des Veloverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern. Dafür werden beispielsweise wie in Pfungen die Sicherheit und der Fahrkomfort erhöht. (Landbote)

Erstellt: 12.03.2019, 17:36 Uhr

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