Hagenbuch

Der Sonnenhof ist neu verpachtet

Seit einem Monat wirtet Suzana Todorov im Restaurant Sonnenhof. Sie will das gutbürgerliche Konzept beibehalten und ist mit dem Start in Hagenbuch zufrieden.

Suzana Todorov ist seit 26 Jahren in der Gastronomie, jetzt hat sie einen eigenen Betrieb. Foto: Madeleine Schoder

Suzana Todorov ist seit 26 Jahren in der Gastronomie, jetzt hat sie einen eigenen Betrieb. Foto: Madeleine Schoder

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«Ach, lass gut sein», sagt Suzana Todorov zu einem Herrn, der soeben eine Stange im Restaurant Sonnenhof getrunken hat. «Nein, nein, du musst ja auch von etwas leben», antwortet dieser und lässt es sich nicht nehmen, für sein Bier zu bezahlen. Der Umgang wirkt vertraut und als würde das schon seit Jahren so gehen, dabei hat Todorov das Restaurant erst vor rund einem Monat neu eröffnet.

Die 47-Jährige hat die Ausschreibung im Internet entdeckt und sich direkt beworben. Drei andere Interessenten waren ebenfalls im Rennen, doch sie entschied es für sich. «Das Restaurant hat mir auf den ersten Blick gefallen», sagt Todorov, die die letzten paar Jahre in Winterthur in der Gastronomie gearbeitet hat. Es ist das erste Mal, dass sie einen Betrieb selbst führt. «Bis auf die Finanzen habe ich aber das Meiste auch vorher schon gemacht», sagt sie.

Lange Tage und viel Arbeit

Todorov serviert, organisiert, hilft in der Küche aus und macht die Buchhaltung: Sechs Tage in der Woche ist sie ganztags anwesend. «Am Anfang geht es nicht anders, da muss ich viel Zeit und Arbeit investieren», sagt die neue Wirtin. Wenn es finanziell aufgehe, könne sie sich zu einem späteren Zeitpunkt Unterstützung holen.

«Ab und zu kommt eine Wandergruppe vorbei und ehemalige Stammkunden aus Winterthur haben mich auch schon besucht.»Suzana Todorov

Mit dem Start im Sonnenhof ist Todorov bis jetzt sehr zufrieden. Am Morgen kommen Arbeiter zum Znüni und Hagenbucher zum Kafi, das Mittagsmenu verkauft sich gut und abends kehren oft Vereine für ein Bier ein. «Ab und zu kommt eine Wandergruppe vorbei und ehemalige Stammkunden aus Winterthur haben mich auch schon besucht», erzählt sie.

Die Gäste in Hagenbuch seien bis jetzt alle sehr nett: «Ich kann nicht klagen.» Trotzdem wird die Wirtin vorerst noch von Winterthur Veltheim pendeln und ihren Wohnort nicht in die Gemeinde verlegen. Das auch, weil der jüngere ihrer Söhne derzeit noch in der Stadt zur Schule geht.

Cordon bleu und Rehpfeffer

Am Konzept will Todorov im Sonnenhof nicht viel ändern, gutbürgerliche Schweizer Küche zu günstigen Preisen soll es geben. Der Monatshit ist ein Cordon bleu und passend zur Saison steht auf der Tafel vor dem Haus Rehpfeffer mit hausgemachten Spätzli angeschrieben. Eine Bratwurst mit Zwiebelsauce und Pommes Frites bekommt man hier für 13.50 Franken.

Zum Restaurant mit Terrasse gehört ein Saal mit 35 Plätzen. Für grössere Anlässe stelle sie auch gern speziell abgestimmte Angebote zusammen, sagt Todorov. Die Zimmervermietung laufe nicht über sie, sondern über die ehemaligen Wirte und Besitzer des Hauses Armando Briner und Soldanella Rietiker.

Die Arbeit sei streng, dafür habe sie hier am Nachmittag auch einmal ihre Ruhe und keinen Chef, der ihr auf den Füssen rumstehe. Für dieses Stückchen Freiheit investiere sie gern ein wenig Zeit, sagt Todorov.

Erstellt: 18.10.2019, 16:33 Uhr

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