Wirtschaft

Die Firma Panolin mischt nun auch im Elektrogeschäft mit

Am Samstag öffnet der Schmierstoffhersteller in Madetswil seine Tore. Und führt am 1. September neue Produkte ein.

Die Firma Panolin in Madetswil mit neuem Bürogebäude (l.). Foto: PD

Die Firma Panolin in Madetswil mit neuem Bürogebäude (l.). Foto: PD

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Am Samstag feiert der Schmierstoffhersteller Panolin in Madetswil sein 70-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Die ganze Bevölkerung ist eingeladen. Es gibt unter anderem Food-Stände und eine Ausstellung zur Welt des Öls («Landbote» vom 23. August).

Gestern hat die Firma den Medien ausserdem drei neue Produkte vorgestellt. So will die Panolin AG als Herstellerin von Motoröl jetzt auch im Elektromobil-Markt mitmischen. Denn: «Elektromobile brauchen ebenfalls einen Schmierstoff, einfach einen besseren», sagte Patrick Lämmle, Präsident des Verwaltungsrates der Panolin International Inc., gestern an der Medienkonferenz.

Ab dem 1. September bietet das Madetswiler Familienunternehmen deshalb die Kühlflüssigkeit «eCool HP» an. Sie seien in der Vergangenheit oft gefragt worden, wie sie mit der wachsenden Elektromobilität umgehen wollten, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Kühlflüssigkeit sei die Antwort darauf. Eine solche ist nötig, um etwa die Batterie und andere elektrische Bauteile zu kühlen. So verbessert sich die Batterieleistung und verlängert sich deren Lebensdauer, wie Patrick Lämmle ausführte.

Mineralöle wiederverwerten

Die Panolin AG will ab dem gleichen Datum ausserdem einen grossen Teil ihrer Mineral-Basisöle rezyklieren, aufbereiten und wieder in Umlauf bringen. Das heisst, statt dass sie verbrauchtes Öl wie bisher einfach entsorgen lässt, lässt sie es im nahen Ausland raffinieren, also reinigen, und verwendet es wieder als Basis für ihre Produkte, die sie dem Kunden verkauft.

«Wir sind die erste Firma, die im grossen Stil umstellt.»

«Wir werden nicht nur Motorenöle umstellen, sondern alle Schmierstoffe», sagt Silvan Lämmle, CEO der Panolin AG. Und: «Wir sind die erste Firma, die im grossen Stil umstellt.» Diese Second-Life-Produkte seien nicht nur technisch besser, sondern auch gleich teuer wie die klassischen Mineralöle, die aus Erdöl gewonnen werden.

Tim Lämmle, mit seinen 30 Jahren jüngster Spross der Panolin-Familie und Vizepräsident der Panolin International Inc., verkündete, dass sie biologisch abbaubare Schmierstoffe zum weltweiten Standard machen wollten. Und deshalb ein neues, etwas günstigeres Biohydrauliköl anböten als das bewährte Panolin HLP Synth, das es seit den 80er-Jahren gibt.

Neue Vorschriften zwängen auf der ganzen Welt immer mehr Unternehmen dazu, Bioschmierstoffe zu verwenden. «Für uns wird es aber immer schwieriger, Mehrkosten gegenüber dem Kunden zu vertreten», sagte Tim Lämmle. Mit dem neuen Produkt könnten die Firmen einfacher umstellen.

In Badewanne eingefallen

Gründer des Unternehmens ist Bernhard Lämmle, Vater von Christian (Verwaltungsratspräsident der Panolin Holding AG) und Patrick Lämmle. 1949 liess er die Panolin AG im liechtensteinischen Schaan ins Handelsregister eintragen.

«Der Name fiel ihm am Sonntagmorgen beim Zigarrenrauchen in der Badewanne ein», erzählte Christian Lämmle. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 90 Mitarbeitende in der Schweiz und 400 im Ausland.

Erstellt: 23.08.2019, 11:05 Uhr

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