Illnau-Effretikon

Die «Linde» ist für 2,8 Millionen Franken zu haben

Für das 1792 erbaute Haus und das Bauland im Zentrum von Kyburg gibt es schon Interessenten.

Das Restaurant Linde inklusive Wohnungen (l.). Bild: Johanna Bossart

Das Restaurant Linde inklusive Wohnungen (l.). Bild: Johanna Bossart

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Zum Verkauf steht des Restaurant zur Linde in Kyburg schon seit Oktober 2016. Wirt und Inhaber Willy Rüegg musste nach fast 40 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.

Vor gut einem halben Jahr sah er sich dann dazu gezwungen, das Lokal ganz zu schliessen. Um das Inventar nicht noch länger ungenutzt herumstehen zu lassen, verkaufte er es im April, inklusive einiger Küchengeräte.

Drei Grundstücke als Paket

Mittlerweile ist der Verkaufspreis des einst 1792 erbauten Gebäudes bekannt: Das Wohnhaus mit dem Restaurant inklusive vier Personalzimmer und zwei Wohnungen sowie Parkplätze und Wald sind für 2,8 Millionen Franken zu haben. Dies geht aus einer Verkaufsdokumentation des auf Erbrecht spezialisierten Büros Hux AG aus Andelfingen hervor. Es handelt sich um drei Grundstücke, die aber als Gesamtpaket verkauft werden.

«Sofern der Schutzwürdigkeit des Ortsbildes Rechnung getragen wird ist auch eine Umnutzung denkbar.»

Das Land östlich (hinter) der Linde hat Rüegg schon letztes Jahr verkauft. Dort entsteht derzeit ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen. Sie sollen im Winter 2020 fertig gebaut sein. Der fast 500 Quadratmeter grosse Platz vis-à-vis des Restaurants, das der Wirt seit der Sanierung und dem Ausbau des Restaurants in den Jahren 1990/91 als Parkplatz für etwa zehn Fahrzeuge nutzte, ist Bauland.

Darauf steht derzeit noch ein nicht mehr gebrauchter Kiosk, an dem sich die Gäste des Selbstbedienungs-Restaurants früher mit Ess- und Trinkwaren eindecken konnten. Das Waldgrundstück, das an einen Bach grenzt, befindet sich in rund 20 Metern Distanz an einem Hang unterhalb der Kyburgstrasse. Dazu gehört auch ein Kiesparkplatz für fünf Fahrzeuge.

Zukunft offen

Ob die «Linde» ein Restaurant bleibt, ist mehr als ungewiss. Wirt Rüegg konnte zwar auf eine grosse Stammkundschaft zählen. Die Ansprüche der Gäste seien aber gestiegen, sagte er schon früher gegenüber dem «Landboten». Auch sei es zunehmend schwierig geworden, gutes Personal zu finden. Den ursprünglich höher angesetzte Verkaufspreis war bis anhin niemand bereit zu zahlen.

Ein neuer Besitzer könnte das Restaurant aufgeben und stattdessen Wohnungen oder Hotelzimmer einbauen. Auch mässig störendes Gewerbe wie etwa Büros, Praxen oder ein Handwerksbetrieb wären denkbar.

Gebäude und Bauland befinden sich allerdings in der Kernzone und sind im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung aufgeführt. Ein Um- oder Ausbau müsste in Absprache mit der Denkmalpflege erfolgen.

Letztere stehe einer Umnutzung nicht entgegen, sagt Thomas Hux vom gleichnamigen Büro, das den Verkauf abwickelt. «Sofern der Schutzwürdigkeit des Ortsbildes Rechnung getragen wird.» Nicht erlaubt sind Tiefgaragen. Beim Nachbargrundstück wurde allerdings eine solche mit einer Lift-Zufahrt bewilligt.

Laut der Verkaufsdokumentation ist die Liegenschaft in einem guten bis sehr guten Zustand. Sie sei 1990/91 umfassend saniert und umgebaut worden. Auch hat Rüegg in den letzten Jahren regelmässig investiert. Selbst wollte er sich zum Verkauf nicht äussern. Laut Hux gibt es bereits einige Interessenten. Das Inserat ist seit einer Woche aufgeschaltet.

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 05.06.2019, 17:55 Uhr

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