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Die Schule benötigt mehr Platz

In Islikon soll eine neue Schulanlage entstehen. Insgesamt 26 Millionen Franken kostet das Bauprojekt. Ob die Steuern bei einem Ja erhöht werden müssten, ist noch unklar.

Das Hauptgebäude bleibt erhalten. In der Mitte ist das geplante Schulgebäude, links der neue Kindergarten zu sehen. Die Turnhalle ist vom Hauptgebäude verdeckt.
Das Hauptgebäude bleibt erhalten. In der Mitte ist das geplante Schulgebäude, links der neue Kindergarten zu sehen. Die Turnhalle ist vom Hauptgebäude verdeckt.
Visualisierung: jessenvollenweider architektur

In der Primarschule Islikon ist der Platz knapp. Wenn die Schülerinnen und Schüler eine Aufgabe in kleinen Gruppen lösen sollen, müssen sie sich im Treppenhaus verteilen. «Das Gebäude von 1908 ist zwar sehr schön, aber für modernen Schulunterricht nicht mehr zeitgemäss», sagt Schuleiter Rolf Fuchs. Die Klassenzimmer seien zu klein und es würden Gruppenräume fehlen. Schulpräsident Sven Bürgi ergänzt: «Im Hinblick auf den Lehrplan 21 wird viel individueller und in kleinen Gruppen unterrichtet.» Zudem sei die Belüftung der alten Räume heute ungenügend. Kommt dazu: Gachnang wächst und so auch die Schülerzahlen.

«Für mehrere Generationen»

Deshalb soll die Schulanlage erweitert werden. Ein neues Schulhaus, ein neuer Kindergarten und eine neue Doppelturnhalle sind geplant. Das alte Hauptgebäude soll in Zukunft für die Verwaltung, für die Förderklasse und Fördermassnahmen umgenutzt werden.

Die restlichen Gebäude, die heute stehen, sollen abgerissen werden. «Sie sind nicht sanierungsfähig», sagt Bürgi. Ein Schulhausanbau stammt von 1966, die heutige Turnhalle von 1976.

Das neue Schulhaus mit acht Klassenzimmern und ebenso vielen Gruppenräumen soll dreigeschossig werden. Die Doppelturnhalle, im Boden eingegraben, der Kindergarten Platz für zwei Klassen bieten. Aktuell existieren in der Gemeinde Gachnang bereits fünf Kindergärten, da viele Dörfer zur Gemeinde gehören.

«Im Hinblick auf den Lehrplan 21 wird viel individueller und in kleinen Gruppen unterrichtet.»

Sven Bürgi, Präsident Primarschulgemeinde Gachnang

Bürgi glaubt, dass das neue Platzangebot für mehrere Generationen reichen wird. Obschon Schülerzahlen relativ schwer zu prognostizieren sind, geht er davon aus, dass die Prognosen für Gachnang «sehr sicher sind».

Zusätzlich soll auf dem Dach der neuen Turnhalle eine neue Solaranlage entstehen. Die Kosten von über einer halben Million Franken will sich die Primarschulgemeinde mit der Politischen Gemeinde teilen. Bürgi betont, dass das Grossprojekt nicht nur der Schule dienen soll: «Insbesondere die Vereine und die Bevölkerung werden von der neuen Infrastruktur profitieren können.» In der geplanten Turnhalle ist etwa auch ein Proberaum für den Musikverein vorgesehen. Die Turnhalle soll einst Platz für 500 Personen bieten.

Bau bis Spätsommer 2020

Die Gachnangerinnen und Gachnanger stimmen am 24. Februar über das Projekt ab. Kosten soll der Bau insgesamt 26 Millionen Franken. Vor eineinhalb Jahren genehmigte die Schulversammlung bereits den Planungskredit in der Höhe von 1,5 Millionen Franken.

«Unser Bauprojekt ist breit abgestützt. Wir gehen deshalb nicht von einem Rückweisungsantrag aus», sagt Bürgi. Der Bedarf sei unbestritten und der Rückhalt in Vereinen und Elternschaft sei sehr gross. «Trotzdem kommt es auf jede Stimme an. Denn es formiert sich eine Gruppe von Gegnern, welche das Projekt mit Flugblättern aktiv bekämpft», sagt Bürgi.

Obschon die Kosten für die neue Schulanlage relativ hoch sind, ist nicht zwingend mit einer Steuererhöhung zu rechnen. Bürgi ist sich sicher (siehe Box), dass eine allfällige Steuererhöhung maximal fünf Steuerprozente betragen wird.

Der Spatenstich für den Neubau der Schule ist für Dezember 2018 vorgesehen. Eineinhalb Jahre später soll das Gebäude bezugsbereit sein. Der Bau des neuen Kindergartens und der neuen Doppelturnhalle soll im Mai 2019 starten. Läuft alles nach Plan, sind die Bauarbeiten im Spätsommer 2020 abgeschlossen.

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