Rickenbach

Doch ein Ja zu Defibrillatoren

Nach dem Nein zu 24-Stunden-Defibrillatoren hat sich der Gemeinderat von Rickenbach umentschieden.

Defibrillatoren können im Notfall Menschenleben retten.

Defibrillatoren können im Notfall Menschenleben retten. Bild: Heinz Diener

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Einer bei der reformierten Kirche in Rickenbach, der andere beim Sunnezirkel in Sulz: Nun sollen doch zwei während 24 Stunden zugängliche Defibrillatoren installiert werden. Dies, nachdem der Gemeinderat die Geräte im Sommer noch ab­gelehnt hatte.

«Da das Bedürfnis für die Defibrillatoren sehr gross zu sein schien, überdachte der Gemeinderat seinen Beschluss»

Gemeindeschreiber Roger Jung sagt: «Bereits vor dem ersten, negativen Beschluss suchte die Verwaltung mit der re­formierten Kirchgemeinde den Kontakt im Zusammenhang mit allfälligen Defibrillatoren.» Diese Anfrage sei aber erst nach dem Beschluss des Gemeinderates beantwortet worden.

Runder Tisch mit Beteiligten

Nach dem Beschluss des Gemeinderates habe sich die Kirch­gemeinde den Defibrillatoren gegenüber sehr offen gezeigt. Gleichzeitig starteten Einwohner nach dem Nein des Gemeinde­rates eine Initiative für öffentlich zugängliche Defibrillatoren. «Da das Bedürfnis für die Defibrillatoren sehr gross zu sein schien, überdachte der Gemeinderat seinen Beschluss», sagt Jung.

Die Initianten, Vertreter der Kirchgemeinde und des Gemeinderats, sind deshalb zusammengesessen und haben sich auf die Anschaffung von 24-Stunden-Defibrillatoren geeinigt und Standorte festgelegt. Die Anschaffungskosten von rund 8000 Franken inklusive Installation werden von der Kirchgemeinde und der politischen Gemeinde zur Hälfte geteilt. Den Unterhalt der Geräte wird die politische ­Gemeinde berappen.

In Rickenbach wird ein Schild beim Kirchturm auf das Gerät hinweisen, in Sulz wird ein Hinweisschild an den gelben Postbriefkasten montiert. An der ­Gemeindeversammlung vom 28. November wird nach den neuesten Entwicklungen also nicht über das Geschäft beraten.

(Der Landbote)

Erstellt: 11.10.2017, 13:07 Uhr

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