Pfungen/Rheinau

Dringend hundert Statisten für SRF-Serie in der Region gesucht

Im Juni dreht das Schweizer Fernsehen in Pfungen und Rheinau für die Dramaserie «Frieden».

Die Dreharbeiten haben am Montag begonnen.

Die Dreharbeiten haben am Montag begonnen. Bild: SRF/Sava Hlavacek

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Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa nach der Kapitulation Deutschlands zu Ende. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) will in der sechsteiligen Dokuserie «Frieden» diese Zeit des Übergangs anhand einer Familiengeschichte beleuchten. «Dieses wichtige Stück der Schweizer Historie ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt», heisst es in einer Medienmitteilung. Es sei eine Geschichte über den Verlust der Unschuld.

Walt lebte in Waltalingen

Am Montag haben die Dreharbeiten zur fiktionalen SRF-Serie im Kanton Glarus begonnen. Die Serie ist eine Koproduktion mit dem deutsch-französischen Sender Arte und entsteht in Zusammenarbeit mit der Schweizer Produktionsfirma Zodiac Pictures.

Die Hauptrollen übernehmen die Schauspieler Max Hubacher, bekannt aus dem Kinofilm «Der Läufer», Dimitri Stapfer, der momentan im Film «Sohn meines Vaters» zu sehen ist, sowie Anina Walt, die in der SRF-Serie «Der Bestatter» mitspielte. Mit Walt spielt somit auch ein Hauch Region mit: Von 2015 bis 2016 lebte die heute 23-jährige Schauspielerin für rund eineinhalb Jahre in der mittlerweile fusionierten Gemeinde Waltalingen.

Hochzeitsszene in Pfungen

Der regionale Bezug erhöht sich durch die Drehorte zusätzlich: Nächsten Monat wird in Pfungen und Rheinau gedreht, wie die «Andelfinger Zeitung» weiss. Noch werden dafür aber rund hundert Statisten gesucht. Interessierte können sich per Onlineformular auf der Website der Stadtzürcher Firma Background Action bewerben.

«Gefärbte Haare, sichtbare Tätowierungen, Piercings oder deutlich gezupfte Augenbrauen gab es in der Nachkriegszeit nicht.»Dana Grünenfelder, Casting-Mitarbeiterin

Casting-Mitarbeiterin Dana Grünenfelder sagt, dass insbesondere 35- bis 50-jährige Männer ohne Bart, die maximal 1,83 Meter gross und in maximal Kleidergrösse 52 passen, gefragt seien. Frauen bis 1,75 Meter und Kleidergrösse 34 bis 38 würden ebenfalls noch fehlen.

Es gebe aber auch für andere Frauen und Kinder noch Einsatzmöglichkeiten. «In Rheinau und in Pfungen werden vor allem Szenen gedreht, in denen viel Volk zu sehen ist», sagt Grünenfelder. So soll in Pfungen etwa eine Hochzeitsszene gefilmt werden. Da der Dreh bereits begonnen habe, sei man froh, wenn man sich sofort melde: «Die Auswahl kann fast nicht gross genug sein.»

Wichtig sei aber, dass die Statistinnen und Statisten möglichst authentisch wirkten. «Gefärbte Haare, sichtbare Tätowierungen, Piercings oder deutlich gezupfte Augenbrauen gab es in der Nachkriegszeit nicht», sagt Grünenfelder.

In Pfungen und Rheinau soll im Juni während mehrerer Tage gedreht werden. Nebst Gratisverpflegung gibt es dafür inklusive Kostümprobe eine Entschädigung von insgesamt 100 Franken pro Drehtag. Und vielleicht einen «Häsch-mi-gseh?»-Moment.

(Der Landbote)

Erstellt: 18.05.2019, 10:02 Uhr

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