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Dürre lässt Bauern verzweifeln

Viele Landwirte in der Region verfüttern ihren Kühen bereits jetzt die Heureserven für den Winter. Immer mehr Tiere werden deshalb vorzeitig geschlachtet. Die extreme Trockenheit führt jetzt auch zu ungewöhnlichen Appellen.

Den Böden der Schweizer Bauern ist der Wassermangel deutlich anzusehen.
Den Böden der Schweizer Bauern ist der Wassermangel deutlich anzusehen.
Keystone

Die anhaltende Dürreperiode nimmt immer dramatischere Ausmasse an. Da sie ihren Kühen jetzt nicht sämtliche Winterreserven verfüttern wollen, sehen sich immer mehr Landwirte in der Region gezwungen, ihren Viehbestand zu reduzieren.

«Ich habe aufgrund der Futterknappheit bereits einige Kühe zum Schlachten bringen müssen», sagt beispielsweise Landwirt Hans-Peter Farner aus Oberstammheim. «Später werden wohl noch ein paar mehr dazukommen.»

«Ich empfehle den Bauern ihre Kühe deshalb dosiert an die Schlachthöfe zu verkaufen, damit kein Preisdruck entsteht»

Viele Bauern handeln derzeit so wie Farner. Laut Martin Hollenstein, Geschäftsleiter des Schlachthofes in Hinwil, würden momentan bis zu 25 Prozent mehr Kühe geschlachtet als zu dieser Jahreszeit üblich. Bis vor kurzem erzielte man noch relativ hohe Preise für Kuhfleisch.

Doch aufgrund des grossen Angebots, beginnen sie zu bröckeln. «Ich empfehle den Bauern ihre Kühe deshalb dosiert an die Schlachthöfe zu verkaufen, damit kein Preisdruck entsteht», sagt Professor Matthias Schick, Bereichsleiter Tierhaltung und Milchwirtschaft vom Strickhof in Lindau gegenüber dem «Landboten».

Es wächst kein Gras mehr

Er führt täglich Gespräche mit Bauern aus der Region – und weiss wie prekär die Situation für viele ist. «In den Bezirken Winterthur und Andelfingen wächst seit geraumer Zeit kein Gras mehr. Und zwar zu 100 Prozent.» Überdies lasse sich auch kaum mehr Futter importieren. Erste Gemeinden in der Region haben zudem ihre Bevölkerung aufgefordert, Wasser zu sparen.

Betroffen sind Adlikon, Altikon, Ossingen, Rickenbach, Thalheim, Truttikon, Ober- und Unterstammheim sowie Illnau-Effretikon. Laut einem Merkblatt sollen etwa Gärten nur noch minimal bewässert, Schwimmbecken nicht mehr aufgefüllt und Autos nicht mehr gewaschen werden.

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