Sommerlager

Ein Gewitter bringt sie nicht aus der Ruhe

Rund 800 Cevis aus der Region Winterthur-Schaffhausen verbringen ein zehntägiges Sommerlagerim Thurgau. Fast drei Jahre Planung waren dafür nötig. Auch auf einen Gewittersturm war man gut vorbereitet.

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Fährt man hinter Sonterswil TG über die Hügelkuppe, sieht man farbige Flaggen im Wind flattern. Beim Näherkommen zeigt sich: Sie schmücken das imposante Eingangstor zum Gelände des Sommerlagers des Cevi Region Winterthur-Schaffhausen.

Es ist nicht das einzige beeindruckende Bauwerk, das die Cevis innerhalb von wenigen Tagen auf die Wiese gestellt haben. Linker Hand steht ein orientalischer Palast mit goldenen Verzierungen, weiter hinten erkennt man den Eiffelturm, aber auch ein UFO, eine Sphinx und eine Sirupbar im Wildwestlook finden sich auf dem 13 Hekt­aren grossen Lagerplatz.

«Unter zwei Jahren ist so ein Projekt nicht realisierbar.»

Rund 800 Kinder und Jugendliche aus 14 Ortsgruppen und zwei Gastabteilungen des Cevi verbringen hier zusammen zehn Tage. Es ist das zweite regionale Sommerlager dieser Grösse, das erste fand vor sechs Jahren statt. Ob es nun regelmässig durchgeführt wird, ist nicht klar: «Die Organisation steht und fällt mit den Leuten», sagt Alexandra Stadelmann, verantwortlich für die Kommunikation. Die Idee für ein zweites Lager sei vor drei Jahren aufgekommen, seit zweieinhalb Jahren ist sie an der Planung beteiligt. «Unter zwei Jahren ist so ein Projekt nicht realisierbar.»

«Zelte fielen im Sturm um»

Im letzten Monat vor dem Lager sei die Organisation ein 50-Prozent-Job gewesen, sagt Stadelmann. Aber auch zuvor war das 13-köpfige Organisationskomitee gut ausgelastet. So habe man rund 30 potenzielle Plätze besichtigt, bis man den passenden in der Gemeinde Wäldi TG gefunden hatte. Vor Ort sind Helfer und Leiter seit rund zehn Tagen. Die Teilnehmer reisten vor einer Woche an und werden diesen Donnerstag wieder heimkehren.

Bis jetzt sei man mit dem Verlauf sehr zufrieden, sagt Stadelmann. Vergangenen Freitag kam während eines Gewitters das Krisenkonzept zum Zug, einige Teilnehmer mussten in der Turnhalle in Sonterswil übernachten. «Der Sturm hat ihre Zelte zusammengelegt.» Doch das sei absehbar gewesen und deshalb gut vorbereitet. Auch Verletzungen hielten sich bis jetzt im Rahmen:«Jemand ist auf einen Ohrring gestanden und hat eine Tetanusimpfung gebraucht», berichtet Stadelmann, mehr fällt ihr aber nicht ein.

Alle müssen bezahlen

Generell seien solche Grossanlässe «megalässig», sonst wäre sie als 24-Jährige nicht mehr dabei. Eindrücklich sei auch immer der Zusammenhalt. So hätten sich verschiedene Abteilungen für das Lager zusammengeschlossen,etwa Flaach und Andelfingen zu «Flafi». Hatte eine Gruppe zu wenig Leiter, nahm eine andere deren Teilnehmer mit.

Ein Highlight sei auch der Besuchstag am Wochenende gewesen, mehr als 1000 Personen reisten an. «Wir haben viel gutes Feedback bekommen», sagt Stadelmann. Die Besucher mussten Eintritt bezahlen, so wie alle im Lager einen Beitrag zahlen mussten. «Die Helfer etwas weniger als die Teilnehmer.» Das Lager sei auch nur dank Sponsoren wie der Migros möglich. Rund 70 Kilo Brot verspeisen die Cevis täglich. Fünf Grossküchen versorgen die 800 Abenteurer.

(Der Landbote)

Erstellt: 25.07.2017, 09:23 Uhr

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