Rickenbach

Ein Kunstparcours durchs Dorf

Im Dorfkern von Rickenbach zeigen zwölf Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Elisabeth Roling ist zum fünften Mal als Ausstellerin dabei und organisiert den Anlass dieses Jahr.

Elisabeth Roling in ihrem Atelier, wo sie ihre Stücke für die Ausstellung «Kunst im Dorf» in Rickenbach aussucht. Bild: Madeleine Schoder

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Nur einheimische Rickenbacherinnen und Rickenbacher dürfen ihre Stücke an der Ausstellung «Kunst im Dorf» zeigen. «Man muss hier wohnhaft oder aufgewachsen sein», sagt Elisabeth Roling. Selbst ist die 65-Jährige im 2700-Seelen Dorf gross geworden und nach einem Exkurs nach Winterthur wieder dort wohnhaft.

Zum zweiten Mal organisiert Roling dieses Jahr «Kunst im Dorf», das seit 2000 alle zwei bis drei Jahre stattfindet. Vom 17. bis 18. und vom 23. bis 25. August stellen zwölf Künstlerinnen und Künstler ihre Werke im alten Dorfkern von Rickenbach aus. Rolings Malereien sind in der Trotte zu sehen. «Die Gäste erreichen alle Ausstellungsorte gut zu Fuss.» Weitere Kunstwerke sind beispielsweise im Ortsmuseum oder Weinkeller zu finden.

Neue Werke für Ausstellung

Was von den anderen Kunstschaffenden zu erwarten sei, könne Roling nicht sagen: «Das wollen alle noch geheim halten.» Sie stellt 30 bis 40 Bilder aus. «Ich achte darauf, dass es vorwiegend neue Stücke sind.» Denn in den vergangenen Jahren sei sie schon von aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern auf Dubletten vorheriger Jahre angesprochen worden.

Dieses Jahr ist das Motto der Kunstausstellung «Sitzkunst». Neben den Werken aus freiem Schaffen müssen die Ausstellenden auch dazu ein Kunstwerk anfertigen. Das fällt nicht allen leicht: «Ehrlich gesagt weiss ich noch nicht, was ich machen werde», sagt Roling. Es ist aber nicht so, dass ihr die Ideen fehlen: «Ich überlege an viele Möglichkeiten herum.» Ein Stuhl mit vielen farbigen Zötteln sei eine anfängliche Idee gewesen. «Das wird es aber wohl nicht werden.»

Auf Wunsch der Kinder

Roling malt vorwiegend Aquarelle: «Ab und zu probiere ich auch etwas anderes aus.» Zur Zeit liegt ihr Augenmerk ebenfalls auf der Ölmalerei: «Meine Kinder haben sich Bilder mit Ölfarben gewünscht, also habe ich es ausprobiert.» Zwar sei der Geruch dieser Maltechnik intensiv, Roling habe sich aber schnell daran gewöhnt. «Man kann ja immer mal wieder das Fenster aufreissen.»

Am liebsten malt Roling sowieso im Freien: «Das fühlt sich an wie Ferien. Ich kann dann komplett abtauchen.» Beim Malen setze sie sich keine Grenzen. «Es muss nicht immer alles naturgetreu sein.» Dennoch pinselt sie sehr gerne Blumen und Landschaften auf die Leinwände. «Für Porträts bin ich noch nicht bereit.» Daran arbeitet die Künstlerin jedoch, wenn sie sich mehrmals wöchentlich mit anderen Malerinnen und Malern trifft.

Aufträge an der Ausstellung gewonnen

Vor 15 Jahren hat Roling die Aquarellmalerei entdeckt – an einem Kurs der Migrosklubschule. Nachdem ihre beiden Hunde altersbedingt verstorben waren, wollte sie sich ein neues Hobby suchen. Nach ihrem ersten Kurs folgten weitere, auch heute besucht sie regelmässig Weiterbildungen.

Für sie bietet der Anlass «Kunst im Dorf» die Möglichkeit, ihre Werke den Leuten zu präsentieren. «Ich kenne viele, die gar nie zeigen können, was sie alles erschaffen.» Manchmal ergeben sich durch die Ausstellung gar neue Aufträge. Einen besonderen hat Roling erst kürzlich erhalten. Die frisch gebackene Grossmutter sollte die Wand im Kinderzimmer ihres Enkels verschönern. «Mein Sohn hat sich dafür ein Bild vom Disney-Film Lion King gewünscht.» So kann ihr Enkel neben den Tieren der afrikanischen Savanne in den Schlaf finden.

Am 17. und 18. August sowie vom 23. bis 25. August die Ausstellung findet in Rickenbach die Ausstellung Kunst im Dorf unter dem Motto «Sitzkunst» statt. Infos unter: www.kunstimdorf.ch.

Erstellt: 11.08.2019, 16:31 Uhr

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