Zell

Ein letztes Mal Feriengefühle geniessen

Ein Surfsimulator, viele Handwerk-Stände und exotisches Essen lockten die Besucherinnen und Besucher am Wochenende in den Zeller Dorfkern.

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Die Sommerferien sind für die Zeller Schulkinder zwar vorbei, am Wochenende konnten sie aber nochmals ein paar warme und ausgelassene Stunden verbringen.

Alle zwei Jahre findet die Zeller Chilbi statt und am Samstag und Sonntag war es wieder soweit: An rund 40 Ständen konnte sich die Bevölkerung von Zell und Umgebung verköstigen, bei diversen Spielen ihr Können messen oder sich von Handwerkskunst inspirieren lassen.

Am Sonntagmorgen war es zuerst noch ruhig auf dem Gelände, aber gegen Mittag füllten sich die Gassen langsam und der Geruch von Raclette, Momos, «Öpfelchüechli» und Donuts breitete sich aus.

Surfen auf dem Trockenen

Eine Familie schlenderte durch die Stände und die beiden Söhne hielten eifrig Ausschau nach spannenden Attraktionen. Und während sich die Eltern Schmuck- und Dekoartikel ansahen, wollten sie etwas aktiver sein. Sie entdeckten eine Hüpfburg, eine «Schokokuss-Schleuder» und schliesslich das «Fallgatter».

«Mami, dürfen wir das machen?», fragten sie und kramten bereits ein paar Münzen aus der Hosentasche. Kurz darauf sassen sie sich auf den Brettern gegenüber und schossen mit Bällen auf die Zielscheibe. Der erste Schuss war bereits ein Treffer und einer der beiden landete auf der Matte. Das schrie nach einer Revanche.

Ebenfalls sportlich zu und her ging es beim Surfsimulator. Ein kleines Surfbrett, das auf einer sich immer schneller bewegenden Halterung befestigt war, lockte nicht nur Kinder an. Es galt, möglichst lange auf dem Brett stehen zu bleiben.

Wer es nicht mehr schafft, springt ab und landet auf der wellenförmigen Hüpfburg. «Nein, fall runter, fall runter!», schrie ein Junge seinem Kollegen zu, in der Hoffnung, dieser würde seinen Rekord nicht brechen – noch stand er zuoberst auf der Rangliste. Der Kollege fiel runter und der Rekordhalter freute sich. Schliesslich wollte die Mutter ihr Glück ebenfalls probieren.

Unter Anfeuerungsrufen ihrer Kinder sprang sie nach 1:12 Minuten ab und freute sich, dass sie es unter die ersten drei auf der Erwachsenen-Rangliste geschafft hat – ihre Kinder hielten doch jeweils eine beachtliche Minute lang länger durch.

«Hunde schwitzen nicht»

Beim Samariterstand, wo zum Glück gerade nichts zu tun war, erklärte ein Betreuer etwa zehn Kindern, wie eine Herzmassage funktioniert. «Das kann Leben retten!», sagte er den gebannt lauschenden jungen Zuhörern.

Etwas abseits vom Gelände auf dem Trainingsplatz des Schäferhundclubs Schauenberg (SC OG Schauenberg) gab es eine Vorführung zum Thema «Hunde im Alltag». Ein paar Hund-Mensch-Gespanne zeigten diverse Übungen und die Zuschauerinnen und Zuschauer lernten, wie man Hunde im Alltag trainieren kann oder wie eine Gruppe mit unterschiedlichen Hunden miteinander funktioniert. Die Übungen dauerten nicht lange, denn der Kommentator betonte: «Hunde können nicht schwitzen wie wir, und da es heute so warm und sonnig ist, müssen sie zwischendurch zurück ins Auto.»

Die Wärme und die Sonne waren es denn auch, die viele der Gäste vor die reformierte Kirche lockte, wo es nicht nur Crêpes, sondern auch verschiedene Drinks gab. Ananas, Orangen, Bananen – die einen dürften wehmütig versucht haben, sich mit exotischen Cocktails die Sommerferien noch etwas zu verlängern. Der Gemeinderat nutzte den Anlass dazu, die neuen Bürger willkommen zu heissen. Sie trafen sich am Samstagabend zum Neuzuzüger-Apéro.

Erstellt: 25.08.2019, 17:12 Uhr

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