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Ein Resultat für Übermütige

Eine positive Jahresrechnung mit einem Plus von rund 270 000 Franken präsentierte der Gemeinderat den Brüttemer Stimmbürgern. Parteivertreter lobten, warnten aber vor Übermut.

Erfreut präsentierte Gemeindepräsident Rudolf Bosshart an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend die Brüttemer Jahresrechnung 2017. Sie schloss bei einem Aufwand von rund 11 Millionen Franken mit einem Plus von 269 231 Franken ab.

Und Bosshart konnte sogar noch einen draufsetzen: Indem der geplante Verkauf der Liegenschaft Unterdorfstrasse mit einem budgetierten Buchgewinn von rund 550 000 Franken erst der Rechnung 2018 zugeschrieben wird, könne eigentlich auch bei dieser «nichts mehr schiefgehen.»Diese erfreulichen Zahlen kamen bei den 45 anwesenden Stimmberechtigten gut an, die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Die Gründe für den Überschuss waren überwiegend Minderaufwände in verschiedenen Ressorts. Bosshart hob insbesondere den sozialen Bereich hervor: «Die tieferen Kosten deuten darauf hin, jemand mit einer Begleitung tatsächlich wieder Fuss fassen kann.»

«Wir können künftig ja nicht nur noch mit Helm in die Kirche.»

Urs Knecht, SVP Brütten

Weiter seien die Minderaufwendungen im Bildungsbereich «markant». Bosshart wies darauf hin, dass insbesondere bei den Beiträgen an die Musikschulen rund 37 000 Franken weniger verwendet wurden als budgetiert. «Dies war schon in den letzten Jahren der Fall, es scheint ein Trend zu sein.»

Umgekehrt seien die Pflegeausgaben ein fortwährendes Sorgenkind. «Wir budgetieren jedes Jahr mehr, und wir übersteigen das Budget jedes Jahr», sagt Bosshart. Eine Lösung sei nicht in Sicht: Pflegekosten seien schwierig budgetierbar und schwierig einzudämmen.

Trotzdem: Das Ergbnis ist ein positives, etwas, was auch die anwesenden Parteivertreter lobten. Urs Knecht von der SVP warnte aber: «Ich spüre wegen diesem Ergebnis einen gewissen Übermut im Saal. Ich möchte deshalb vermerken, dass wir lieber die Steuern senken, bevor wir unüberlegt Geld ausgeben.» Bosshart entgegnete, dass sich der Gemeinderat ganz und gar nicht übermütig fühle. Er sei aber froh, dass die Sparbemühungen Wirkung zeigten, und man Investitionen selber finanzieren könne.

Notsanierung Kirchenfenster

Vor der Gemeindeversammlung fand die Versammlung der reformierten Krichgemeinde statt. Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen. Sie schloss bei einem Aufwand von 508 675 Franken mit einem Plus von 2328 Franken ab.

Kurzfristig wurde noch ein Traktandum nachgeschoben: Der Kirchgemeinderat beantragte, die Kosten für die notfallmässige Sanierung der Kirchenfenster in einem Paket der Rechnung 2018 zuzuschreiben. Wie im Dezember 2017 festgestellt wurde, drohten die Fenster einzustürzen. Einzelne Stimmberechtigte äusserten sich kritisch zu dieser «schlecht kommunizierten Hauruckübung».

Die einmalige Ausgabe in der Höhe von insgesamt 143 000 Franken wurde aber trotzdem einstimmig bewilligt. Urs Knecht sprach wohl für alle Anwesenden, als er sagte: «Wir empfehlen diesen Antrag trotz allem zur Annahme. Wir können künftig ja nicht nur noch mit dem Helm in die Kirche.»

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