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Ein Schritt näher am neuen Kreisel

Mit einiger Verspätung liegt nun erstmals ein Projekt für den geplanten Kreisel in Turbenthal auf. Andere Vorhaben mussten darauf abgestimmt werden.

An der Kreuzung Tösstal- / St. Gallerstrasse, bei der reformierten Kirche in Turbenthal, soll ein Kreisel gebaut werden.
An der Kreuzung Tösstal- / St. Gallerstrasse, bei der reformierten Kirche in Turbenthal, soll ein Kreisel gebaut werden.
Archiv, Johanna Bossart

Die Situation auf der Tösstalstrasse sei nicht sicher für Velofahrer und Fussgänger. So urteilt der Kanton in seinem Vorprojekt, das nun aufliegt und den ersten von drei Teilen des neuen Betriebs- und Gestaltungskonzepts darstellt. «Es hat einige Diskussionen gegeben, aber so können wir nun dahinter stehen», sagt der Turbenthaler Tiefbauvorsteher Erich Pfäffli. Herzstück der ersten Etappe ist ein Kreisel anstelle der Kreuzung Tösstal- / St. Gallerstrasse. Ursprünglich hätte er bereits 2017 gebaut werden sollen, doch die Planung nahm mehr Zeit in Anspruch. Laut den Unterlagen könnten die Bauarbeiten im Frühling 2019 starten und im Sommer 2020 fertig sein. «Ich hoffe, es gibt jetzt nicht allzu viele Einwände, damit wir im Zeitplan bleiben», sagt Pfäffli. Unter den Risiken führen die Planer allerdings diverse Gründe auf, weswegen sich die Umsetzung noch weiter verzögern könnte: die Verkehrsführung während den Arbeiten, allfällige archäologische Funde oder personelle Wechsel. «Landerwerb und Einsprachen sind schwierig abschätzbar und haben einen grossen Einfluss auf den zeitlichen Ablauf», heisst es.

«Begrüssen das sehr»

Der Kreisel soll als Betonscheibe gebaut werden, die zur reformierten Kirche hin abfällt. Dadurch soll die Kirche leicht «erhöht» wirken. «Das begrüssen wir sehr», sagt Pfäffli. So ergebe sich optisch eine bessere Einbettung. In den Unterlagen heisst es: «Der Kreisel ist klar als technisches Element zu verstehen und soll sich bestmöglich in die Umgebung rund um die Kirche integrieren lassen.» Laut Pfäffli habe man länger über die Abgrenzung der Kirche zur Strasse diskutiert. «Erst wollte der Kanton Poller setzen, aber das ist vom Unterhalt her nicht ganz einfach.» Am Ende habe man sich für einen leichten Randstein entschieden, das ergebe eine saubere Abgrenzung.

Zwischen den Ein- und Ausfahrten des Kreisels sind Inseln geplant, die den Verkehr leiten und gleichzeitig den Fussgängern das Überqueren der Strasse erleichtern sollen.

Die erste Etappe des Projekts beinhaltet weiter einen neuen Fussgängerstreifen beim Einlenker Käppelistrasse sowie eine kleinere Insel beim Fussgängerstreifen Setzipark. Die Bushaltestelle Usserdorfweg soll beidseitig behindertengerecht ausgebaut werden und auch hier ist ein neuer Fussgängerstreifen mit Insel auf der Tösstalstrasse geplant.

Mittelstreifen verschwindet

Um die Sicherheit für Velofahrer zu erhöhen, sieht das Projekt eine sogenannte Kernfahrbahn auf der Tösstalstrasse vor. Das bedeutet, der Mittelstreifen verschwindet und es gibt auf beiden Seiten einen 1,25 Meter breiten Velostreifen. Ohne Leitlinie sollen die Autofahrer den Velofahrern grosszügiger ausweichen.

2013 bewilligte die Gemeindeversammlung Turbenthal rund 2 Millionen Franken als Gemeindeanteil an den Sanierungskosten für die Tösstalstrasse. Der Kanton rechnet für die erste von drei Etappen mit Kosten von 2,9 Millionen Franken. Die definitive Beteiligung der Gemeinde daran werde im Anschluss an die Planauflage festgelegt.

Die zweite Etappe sei schon in Planung, sagt Pfäffli. Man müsse damit nicht warten, bis die erste komplett abgeschlossen sei. Mit weniger Absprachen ist allerdings nicht zu rechnen. Hauptelement ist ein zweites Trottoir entlang der Tösstalstrasse. Das bedinge viele Gespräche mit Eigentümern betreffend Landerwerb, sagt Pfäffli.

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