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«Ein so hoher Verlust schockiert»

Die Privatklinik Aadorf soll auf Ende Februar 2018 geschlossen werden. Gemeindepräsident Matthias Küng sagt im Interview, was dies für Aadorf bedeutet.

Der Privatklinik Aadorf droht die Schliessung per Ende Februar 2018. Wie überrascht sind Sie von dieser Meldung?Matthias Küng:Wir waren vom Zeitpunkt der Meldung sehr überrascht. Wir pflegen einen guten Kontakt mit Klinikdirektor Stephan Trier, der aus unserer Sicht einen super Job macht, und sind davon ausgegangen, dass die Klinik gut läuft. Auf längerfristige Sicht ist der Entscheid mit der aktuellen Unsicherheit aber nachvollziehbar.

Was bedeutet die Schliessung für die Gemeinde Aadorf?Wir bedauern den Entscheid sehr. Es sind 122 Arbeitsplätze, die verloren gehen. Einerseits ist das für die Betroffenen traurig, andererseits auch für uns als Gemeinde, die auf einen Schlag so viele Arbeitsplätze verliert.

Wie viele Arbeitsplätze bietet die Gemeinde insgesamt?Rund 3500. Der Verlust beträgt also über drei Prozent. Ein so hoher Verlust auf einmal schockiert.

Sie verlieren auch einen Steuerzahler. Inwiefern hat dies finanzielle Auswirkungen?Das ist finanziell verkraftbar. Für uns als gut erschlossener Standort schmerzen die verlorenen Arbeitsplätze deutlich stärker. Wir freuen uns über jede neu geschaffene Stelle und bedauern jede verlorene.

Wie akzeptiert war die Klinik in Aadorf?Da sie sich in einem Wohnquartier befindet, brauchte es zu Beginn einige Zeit, bis die Klinik akzeptiert war. Das lag auch an der ehemaligen Führung. Mit der bestehenden Leitung war aber Ruhe eingekehrt, umso bedauernswerter ist nun die drohende Schliessung.

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