Elsau

Ein Verein löst sich auf – und alles bleibt gleich

Was lange vorbereitet wurde, ist nun vollbracht: Die Spitex Elsau-Schlatt ist in die Pflege Eulachtal integriert. Der Verein wird sich nächste Woche auflösen.

Flexibel zwischen stationär und ambulant: Die Spitex Elsau-Schlatt gehört nun zur Pflege Eulachtal.

Flexibel zwischen stationär und ambulant: Die Spitex Elsau-Schlatt gehört nun zur Pflege Eulachtal. Bild: Keystone (Symbolbild)

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«Grosse Erleichterung» empfindet Präsident Robert Bosshardt im Hinblick auf den Antrag zur Auflösung des Vereins Spitex Elsau-Schlatt, welcher in der Mitgliederversammlung von nächster Woche traktandiert ist. Seit rund drei Jahren hat der Verein eine Anschlusslösung für die Spitex gesucht, Anfang 2018 ist diese nun in Kraft getreten.

Die Spitex Elsau-Schlatt ist seit Januar der Pflege Eulachtal angeschlossen, den Verein braucht es nicht mehr.

«Das Leben soll im Mittelpunkt stehen und nicht die Therapie oder die Pflege.»Johannes Baumann, 
Direktor Pflege Eulachtal

Ganz neu ist die Zusammenarbeit nicht. Im Zentrum Sonne in Räterschen wirkten die Spitex Elsau-Schlatt und die Pflege Eulachtal seit elf Jahren unter dem gleichen Dach, die Pflege Eulachtal unterstützt die Spitex bereits in administrativen Belangen. Und auch sonst bleibt viel gleich: Zwischen den beiden Gemeinden Elsau und Schlatt sowie der Stiftung Pflege Eulachtal wurden gleichlautende Leistungsverträge für die ambulante Pflege samt Hausdienst vereinbart.

Und die gleichen Mitarbeitenden werden wie bis anhin unter der Leitung von Brigitte Ostertag die gleichen Dienstleistungen anbieten.

«Ein vernetzter Organismus»

Zukunftsweisend sei der Zusammenschluss trotzdem, sagt Johannes Baumann, seit 18 Jahren Direktor der Pflege Eulachtal. «Die Pflege, gerade auch älterer Menschen, ist heute ein vernetzter Organismus von stationären Massnahmen im Akutspital und im Heim sowie von ambulanten Dienstleistungen, wie sie die Spitex anbietet.»

Die Pflege Eulachtal kann nun flexibler auf die Bedürfnisse ihrer Patienten reagieren. Das Ziel ist ein möglichst ganzheitlicher Ansatz, Baumann nennt ihn Polygeriatrie: «Das Leben soll im Mittelpunkt stehen und nicht die Therapie oder die Pflege.»

In der Pflege Eulachtal arbeiten nun rund 230 Mitarbeitende, darunter 30 Spezialisten, die auch Spezialdienste wie Palliativpflege und psychiatrische Spitex anbieten.

Steigenden Kosten begegnen

Es geht bei dem Zusammenzug auch um finanzielle Herausforderungen. Die Spitex habe zwar bisher schon gut gewirtschaftet. Mit der Neuorganisation wollen die Vertragspartner aber auf steigende Kosten noch besser vorbereitet sein.

«Wir haben eine Organisation übernehmen dürfen, die wirklich gut aufgestellt ist.»Johannes Baumann, 
Direktor Pflege Eulachtal

Profitieren vom Zusammenzug können auch die Angestellten. So können beispielsweise die Lernenden der Pflege neu auch die Spitex kennen lernen.

Bosshardt ist mit dieser Lösung für die Spitex Elsau-Schlatt sehr zufrieden. Er ist froh, nach seiner langjährigen Behördentätigkeit als Schulpfleger, Gemeindepräsident und nun sieben Jahren als Spitex-Präsident kürzertreten zu können. Dass sich der Verein Spitex Elsau-Schlatt nächste Woche auflöse, sei für alle Vorstandsmitglieder in Ordnung so, sagt Bosshardt.

Die Vorstandsarbeit sei sehr zeitintensiv gewesen. «Gerade das Personalwesen, Pensionskassen und Versicherungsfragen haben sehr viel Zeit erfordert – mehr, als man für ein solches Amt, das man ja quasi als Hobby ausübt, üblicherweise aufwenden möchte.»

Er lobt seinen Vorstand aber: Dieser habe immer super Arbeit geleistet. Dem pflichtet Baumann bei: «Wir haben eine Organisation übernehmen dürfen, die wirklich gut aufgestellt ist.»

(Der Landbote)

Erstellt: 14.03.2018, 11:19 Uhr

Robert Bosshardt, der Präsident des sich auflösenden Vereins Spitex Elsau-Schlatt ist sehr froh über die gefundene Lösung. Er freut sich nun kürzertreten zu können. (Bild: mdu)

Johannes Baumann leitet seit 18 Jahren den Pflegeverband Eulachtal. Nun ist er auch für die Spitex Elsau-Schlatt verantwortlich. (Bild: pd)

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