Brütten

Eine Genossenschaft soll im Zentrum bauen

An der Gemeindeversammlung von Brütten gab es Neuigkeiten zum Dorfmittelpunkt und zum öffentlichen Verkehr.

Statt Volg und Parkplatz gibt’s zwei Neubauen. Foto: Marc Dahinden

Statt Volg und Parkplatz gibt’s zwei Neubauen. Foto: Marc Dahinden

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Zentrumsbau und Haus am Brüelplatz: So nennt der Gemeinderat die Gebäude, die dereinst im Zentrum von Brütten entstehen sollen. Ersteres würde das Haus, in dem der Volg untergebracht ist, ersetzen. Letzteres den Parkplatz vor der Bibliothek. Die ­Planung kommt voran, ein Gestaltungsplan sei nötig, sagte ­Gemeindepräsident Rudolf Bosshart am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung.

Und: Der Gemeinderat sei zum Schluss gekommen, dass es das Beste sei, wenn eine Genossenschaft, die von der Gemeinde unabhängig ist, die Bauten realisiere. Ähnliche Beispiele gebe es in den Gemeinden Elgg, Thalheim und Andelfingen.

Innerhalb des Gemeinderates sei der Entscheid zugunsten dieser Lösung gefallen, nun gelte es, sie zu vertiefen. Im Moment sehe man im Zentrumsbau ein Ladenlokal und ein Bistro vor. «Das liesse sich mit einer Genossenschaft sehr gut realisieren», sagte Bosshart. Im Oktober ist eine Informationsveranstaltung geplant. «Dann brauchen wir möglichst viele Mitglieder für die Genossenschaft und Kandidaten für den Vorstand.» Es sei ein Bauvolumen von 10 bis 12 Millionen Franken vorgesehen.

Eine Haltestelle weniger

Der Gemeindepräsident informierte ausserdem über den Busfahrplan und die eingereichten Änderungswünsche für die Jahre 2020/21. Einige Einwohner hätten sich beklagt, dass die Anschlüsse an die S-Bahnen in Winterthur nicht mehr gewährleistet seien. Also habe man beantragt, die nur wenig frequentierte Haltestelle Steighof aufzuheben. «Wir würden dadurch eine Minute gewinnen», sagte Bosshart. Wer schon zum Bahnhof gerannt sei, wisse, wie wertvoll eine Minute sein könne.

Der Zürcher Verkehrsverbund hat den Antrag zur Aufhebung angenommen. Die Gemeinde wird jährlich gut 25000 Franken einsparen können. So viel kostet die Haltestelle heute.

Erfreuliche Rechnung

Die traktandierten Geschäfte der Versammlung gaben weder zu Diskussionen Anlass, noch stimmte einer der 44 anwesenden Stimmbürger dagegen. Die Jahresrechnung 2018 fiel erfreulich aus. Sie schliesst um 1,06 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Bei einem Aufwand von 10,66 Millionen Franken resultiert ein Plus von 2,1 Millionen Franken. Den Überschuss verdankt die Gemeinde vor allem höheren Steuereinnahmen, einem höheren Buchgewinn und weniger Ausgaben im Sozialbereich.

Zufrieden zeigten sich Stimmbürger, Parteien sowie Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission auch mit den beiden Abrechnungen. Die Sanierung der Dorfstrasse sowie der Ersatz der Beleuchtung an der Unterdorfstrasse fielen um 103000 Franken respektive 8000 Franken günstiger aus als angenommen. Bewilligt waren 1,26 Millionen und 239000 Franken.

Erstellt: 07.06.2019, 18:44 Uhr

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