Elgg

Elgger wollen den «Donnschtig-Jass»

Mitte Juli treten Elgger Jasser im Wallis gegen Oberrieden an. Gewinnen sie, kommt der «Donnschtig-Jass» nach Elgg. Bis dahin gilt es für die Initianten Erwin und Sonja Lutz, alles für den Grossanlass zu organisieren – mit dem Risiko, zu verlieren.

Erwin und Sonja Lutz haben die Gemeinde beim SRF angemeldet und wollen den Donnschtigs-Jass nach Elgg holen.

Erwin und Sonja Lutz haben die Gemeinde beim SRF angemeldet und wollen den Donnschtigs-Jass nach Elgg holen. Bild: Marc Dahinden

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«Die Idee hatte Erwin ganz allein», sagt Sonja Lutz über ihren Ehemann, der die Gemeinde Elgg bei der Sendung «Donnschtig- Jass» von SRF angemeldet hat. Sie sei aber schnell ebenfalls Feuer und Flamme für das Unterfangen gewesen. «Die Sendung gefällt mir einfach sehr gut von der ganzen Aufmache her», sagt er: die heimelige Kulisse mitten in den Dörfern, die launigen Sprüche der Moderatoren Kilchsperger und Scherrer, die musika­lische Unterhaltung. Nützts nichts, so schadets nichts, habe er sich deshalb im Sommer 2016 gedacht, sagt Lutz, und die Anmeldung wurde ausgefüllt.

Die Elgger müssen ins Wallis

Prompt meldete sich SRF und einige Monate später liess sich eine kleine Delegation durch Elgg führen. «Als Erstes zeigte ich ihnen den Lindenplatz vor dem Gemeindehaus und da hiess es schon: Super, das passt, wir müssen nicht mehr weiterschauen», erzählt Lutz, der seit 30 Jahren bei der Kantonspolizei Zürich arbeitet. Ohne das Einverständnis der Gemeinde wäre aber nichts gegangen. Er habe sich deshalb gleich hingesetzt und ein grobes Budget aufgestellt. Die Idee kam gut an: «Der Gemeinderat hat die Kosten sogar noch ins Budget 2017 aufgenommen.»

Geklappt hat es nun aber erst ein Jahr später. Im Dezember habe man die Bestätigung erhalten und die Koordinaten für den Entscheidungsjass. Die Elgger müssen ins Wallis. «Da mussten wir kurz schlucken. Das ist schon etwa das Weiteste überhaupt», sagt Erwin Lutz. Am 19. Juli jassen die Elgger in Zermatt oder Saas-Fee gegen Oberrieden. Gewinnen sie, findet in der Woche drauf, am 26. Juli, die Sendung in Elgg statt. Verlieren sie, filmt SRF die nächste Sendung aus Oberrieden.

«Wir wären schon traurig»

Flugs stellte das Ehepaar Lutz ein Organisationskomitee zusammen, als Vizepräsident sitzt Gemeindepräsident Christoph Ziegler mit im Boot. Nun gilt es, die besten Jasser der Gemeinde für den Fernsehwettkampf zu finden. Das Qualifikationsturnier findet am Donnerstag, 12. April, statt. Bis jetzt seien ungefähr 15 Anmeldungen eingegangen. «Wir hoffen schon auf 50bis 60 Jasser», sagt Erwin Lutz. SRF habe ihnen geraten, vor allem aktiv Frauen und Jugendliche zu suchen, das seien aus der Erfahrung die schwierigsten Kandidaten. «Ich habe da schon Kontakte», sagt Sonja Lutz. Sie sei seit kurzem pensioniert und kenne viele Leute aus Elgger Vereinen.

Was geschieht, wenn die Elgger im Wallis nicht gewinnen sollten? «Dann wären wir schon traurig», sagt Erwin Lutz. Es liege am Konzept der Sendung, dass man erst eine Woche vor dem Grossanlass das definitive Go erhalte. Bis dahin muss alles organisiert sein und bereitstehen. Mit bis zu 3000 Besuchern wird gerechnet, je nach Wetter und Staraufgebot. «Ein riesiger Aufwand», sagt Sonja Lutz. Eine Alternative gebe es aber nicht. Sie hätten sich dagegen entschieden, das Fest in kleinerer Ausgabelediglich mit Übertragung der Sendung durchzuführen. «Falls Oberrieden gewinnt, ist unser Traum halt geplatzt.»

Hoffen auf Trauffer

Bis es so weit ist, wollen die beiden aber Vollgas geben. Zu organisieren gilt es auch den Fan-Car, der die Elgger Zuschauer ins Wallis bringen soll. «Wir werden wohl erst gegen vier Uhr morgens wieder zu Hause sein, aber übernachten wollen wir nicht im Wallis», sagt Sonja Lutz. Die Reise würde sonst noch teurer. Für die Fans soll es ausserdem Fan-Shirts geben, damit die Elgger im Fernsehen auch erkennbar sind.

Ebenfalls bereits reserviert sind 40 Hotelzimmer in Elgg. Falls der Anlass dort stattfindet, brauchen die Crewmitglieder von SRF Unterkünfte. «Wir können nichts bieten, falls wir stornieren müssen. Einige Gasthöfe haben sofort zugesagt, andere sofort abgelehnt», erzählt Erwin Lutz. Als musikalischen Stargast für die Sendung wünscht sich das Ehepaar jemanden aus der Schlagerecke: «Auf der Anmeldung haben wir Trauffer angegeben.» Aber auch über Beatrice Egli würden sie sich freuen oder wieso nicht gleich Helene Fischer? «Wir können natürlich nur Vorschläge machen. Das Fernsehen bestimmt zum Schluss.» Aber hoffen dürfe man ja. (Der Landbote)

Erstellt: 24.02.2018, 09:45 Uhr

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