Dättlikon/Pfungen

Erste Rücktritte in den Schulpflegen

In den Schulpflegen von Pfungen und Dättlikon geben Monika Marti und Thomas Freiermuth ihr Amt bereits wieder ab.

Pfungen und Dättlikon müssen kurz nach der Wahl schon wieder neue Schulpfleger suchen.

Pfungen und Dättlikon müssen kurz nach der Wahl schon wieder neue Schulpfleger suchen. Bild: pd

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Die neue Legislatur hat für die Schulpflegemitglieder noch nicht mal begonnen. Und schon sind erste Rücktritte zu verzeichnen. Thomas Freiermuth, Schulpräsident von Dättlikon, gibt sein Amt Ende August ab, wie einer amtlichen Mitteilung zu entnehmen ist.

Zwei Legislaturen hat er bereits bestritten. Für eine dritte wollte der 52-Jährige bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühling gar nicht erst kandidieren. Sein Aufgabenbereich im Geschäft habe sich dermassen erweitert, dass er das Präsidentenamt nicht mehr gewissenhaft ausüben könne, begründete er seinen Rücktritt damals im «Landboten».

Weil Einwohner und Einwohnerinnen Unterschriften für ihn gesammelt hatten, figurierte sein Name dann aber trotzdem auf dem Beiblatt mit den Wahlvorschlägen. Die 59-jährige Marianne Trüb, die im Komitee der Initiative «Wildhüter statt Jäger» sitzt und Mitglied des Kantonsrates war, trat gegen ihn an, unterlag aber deutlich.

Zwei Amtsperioden

Weshalb Freiermuth seine Wahl nicht sofort ablehnte, bleibt offen. Gemäss Gesetz der politischen Rechte hätte er das nach zwei Amtsperioden tun können. Er wolle sich nicht weiter zu den Gründen äussern, sagt er auf Anfrage, und verweist auf die Information im lokalen Mitteilungsblatt «Bindestrich», das morgen erscheint.

Dort begründet er seinen Rücktritt erneut mit der höheren Belastung im Beruf. Neue Aufgaben erforderten zusätzliche Ressourcen, schreibt er. Zudem sei er nun häufig auf Reisen ausserhalb der Region. Aus diesen Gründen könne er das Präsidium nun nicht mehr ausüben. Er betont aber: «Ich hatte in den vergangenen acht Jahren immer viel Freude an dieser Herausforderung.» Das Amt des Schulpräsidenten sei spannend und anspruchsvoll. Es verlange viel persönliches Engagement, ausreichend Zeit und Interesse am Thema Schule.

Marianne Trüb, die ihn im Frühling herausforderte, nachdem Freiermuth seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, verzichtet jetzt auf eine Kandidatur, wie sie auf Anfrage sagt. «Das Amt hätte mich interessiert und ich hätte mir die Zusammenarbeit mit den verbleibenden Schulpflegemitgliedern sehr gut vorstellen können», sagt sie.

Nachdem im Frühling bekannt geworden war, dass sie kandidiert, gab es Opposition. «Vielleicht, weil ich mich gegen die Jagdschiessanlage Au und gegen die Jagd engagiere», mutmasst sie. Sie habe deshalb nicht mit einer Wahl gerechnet und nun andere ehrenamtliche Aufgaben übernommen, die sie auslasteten.

Ersatzwahl in Pfungen

Ebenfalls einen Rücktritt zu vermelden hat die Schulpflege Pfungen. Monika Marti, die dem Ressort Personal vorsteht und seit dem Jahr 2014 in der Schulpflege sitzt, gibt ihr Amt ebenfalls Ende August ab. Auf Anfrage macht sie wie schon Freiermuth berufliche Gründe geltend.

Wahlvorschläge für beide Ämter sind bis 19. September auf den jeweiligen Verwaltungen einzureichen. Eine stille Wahl ist möglich, sofern die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

(Der Landbote)

Erstellt: 15.08.2018, 12:55 Uhr

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