Gachnang

«Es braucht geschickte Hände, Talent und viel Training»

Lars Holland ist Präsident der High Voltage Buggy Racer Säntis in Islikon. Im Interview sagt er, wie man die ultraschnellen Modellautos erfolgreich steuert.

Haben schon etliche Pokale gewonnen: Mitglieder der High Voltage Buggy Racer Säntis mit ihren funkferngesteuerten Modellautos oder RC-Cars.

Haben schon etliche Pokale gewonnen: Mitglieder der High Voltage Buggy Racer Säntis mit ihren funkferngesteuerten Modellautos oder RC-Cars. Bild: PD

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Hand aufs Herz: Modellautos über die Strecke zu jagen, ist das nicht eher ein Bubentraum?
Lars Holland: Es gibt viele Gründe, um mit diesem Hobby zu beginnen. Das mit dem Bubentraum mag sicher bei einigen unserer Mitglieder stimmen.

Was ist das Faszinierende an diesem Hobby?
Es ist die Vielfalt und Abwechslung. Der Zusammenbau eines Modells, die Technik der Modellautos, das Wissen über die Fahrwerk-Geometrie und natürlich das Fahren. Alles zusammen macht das Hobby so spannend.

Wie viele Mitglieder zählt Ihr Verein?
Insgesamt 60, im Alter von 8 bis 74 Jahren.

Sind das alles Autofreaks?
Ein Grossteil der RC-Car-Fahrer interessiert sich mehr für den Autorennsport wie etwa die Formel 1 oder Rally als für Fussball. Den RC-Car-Fahrer als Autofreak zu bezeichnen, ist aber doch eher klischeehaft.

Und wie ist das mit den Frauen?
An den Rennen sieht man nur sehr wenige Frauen. Bei den jüngeren Mädchen ist das Interesse aber etwa gleich gross wie bei den Buben.

Was ist die Kunst, diese kleinen
Flitzer erfolgreich zu steuern?
Es braucht zuerst mal etwas handwerkliches Geschick, um ein Auto zusammenzubauen und zu unterhalten. Beim Fahren sind Koordination, Konzentration und Erfahrung die wichtigsten Eigenschaften. Für den Erfolg braucht es neben einer Portion Talent auch viel Training; ein bis drei Mal pro Woche ist Voraussetzung. Sehr wichtig ist, die Fahrwerkgeometrie zu verstehen, um das Auto mit dem richtigen Set Up schneller zu machen.

Führen Frauen ihr Modellfahrzeug anders als Männer?
Nein.

Wie viel kostet das Hobby?
Das fängt bei knapp unter 1000 Franken an. Bei Fahrern, die viel Rennen fahren und an Internationalen Rennserien teilnehmen, kann sich das Budget auch mal im fünfstelligen Bereich bewegen.

Wo und wie oft finden die Trainings statt?
Wir trainieren abwechslungsweise je einen Abend pro Woche in unserer Indoorhalle und auf einer Aussenstrecke. Das beste Training ist aber die Teilnahme an den Rennen.

Die Indoorpiste in Islikon. PD via Youtube

Passiert das oft?
Ja, wir sind einer der aktivsten Vereine, wenn es um die Teilnahme an Rennen geht. Die meisten unserer Mitglieder nehmen an diversen Freundschaftsrennen, der Alpencup-Rennserie und Schweizermeisterschafts-Rennserie teil. Einige nehmen auch an der Europäischen Rennserie teil. Sechs von uns reisen dieses Jahr an die Europameisterschaft nach Nordfrankreich.

Was sind Ihre grössten Erfolge?
Unser Verein durfte sich in seiner 16-jährigen Geschichte an über 20 Schweizermeistertiteln erfreuen. Besonders stolz sind wir, dass über die Hälfte der Titel in Nachwuchs-Kategorien gewonnen wurden.

Was hält den Verein zusammen?
Unsere Trainingsabende und die gemeinsam besuchten Rennveranstaltungen sind für uns sehr wichtig. Zudem organisieren wir selber viele Rennen für diverse Rennserien.

Haben Sie ein Stammlokal?
Unsere Indoorstrecke: Indoorpiste Islikon, Hauptstrasse 66, 8546 Islikon. (Landbote)

Erstellt: 09.08.2018, 16:46 Uhr

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