Seuzach

FC Seuzach erneut von Vandalen heimgesucht

Ein Dutzend Mal war der FC Seuzach in den letzten zwei Jahren Ziel vandalistischer Akte. Jetzt hat er eine Vermutung.

Kaputte Store: Künftig soll hier gefilmt werden.

Kaputte Store: Künftig soll hier gefilmt werden. Bild: Madeleine Schoder

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Die Sportanlage Rolli ist immer wieder Ort von Zerstörungswut. Ein knappes Dutzend Mal trieben Vandalen dort in den letzten zwei Jahren ihr Unwesen. Häufig wurden Tornetze durchschnitten. In der Nacht vom 2. auf den 3. August haben Unbekannte nun erneut beim FC Seuzach zugeschlagen.

«Dabei wurde wieder völlig blödsinniger Schaden angerichtet», klagt FC-Präsident Matthias Aeppli. Diesmal mussten ein Fenster der Garderobe des Schiedsrichters, ein Abfallcontainer und eine Beleuchtung herhalten: Sie wurden eingetreten, umgestossen und heruntergerissen. Ausserdem zerstörten die Namenlosen eine Lamellenstore, rissen ein Boxenkabel heraus und warfen Stehtische um. Es wurde auch in den Kiosk eingebrochen. Hier seien Alkohol und ein wenig Bargeld entwendet worden, sagt Aeppli. Seit bei den Goals Videokameras installiert wurden, seien die Netze ganz geblieben, sagt Platzwart Marcel Küpfer. Den Schaden des neuerlichen Vorfalls beziffert er auf rund 1000 Franken für den Club und etwa 2500 Franken für die Gemeinde, auf deren Grund ein Teil der Gebäude liegen. Beim Tennisclub seien keine Schäden vorgekommen.

«Wir sind langsam der Überzeugung, dass uns jemand gezielt Schaden zufügen will.»Matthias Aeppli,
Präsident FC Seuzach

Die Kantonspolizei spricht von rund einem Dutzend solcher Vorfälle auf dem Rolli in den vergangenen 24 Monaten, darunter auch versuchte und tatsächliche Einbrüche. Ob Polizistinnen und Polizisten nun vermehrt auf dem Sportplatz Rolli auf Patrouille sind, verrät die Medienstelle der Kapo nicht. Man patrouilliere auf dem ganzen Kantonsgebiet zu allen Tages- und Nachtzeiten. Auf welche Gebiete man ein spezielles Augenmerk lege, dürfe man aus taktischen Gründen nicht verraten.

Gezielte Angriffe

Derweil hegt man beim FC Seuzach einen Verdacht. «Wir sind langsam der Überzeugung, dass es sich nicht um ‹normale› Vandalenakte handelt, sondern dass uns jemand gezielt Schaden zufügen will», sagt der FC-Präsident. Wer das aber sein könnte, ob mehrere oder einzelne, ob gleiche oder wechselnde Täterinnen oder Täter, ist nicht bekannt.

Die Polizei äussert sich zu dieser Frage nicht. Auch nicht dazu, ob im Zusammenhang mit den Vandalenakten beim FC Seuzach schon einmal jemand überführt wurde. Dem Vernehmen nach scheint aber vor geraumer Zeit eine Person gefasst worden zu sei. Das würde auf unterschiedliche Übeltäter hinweisen.

Kameras auch bei Gebäuden

Der FC Seuzach will sich auf jeden Fall keine weiteren solcher mutwilligen Beschädigungen mehr bieten lassen. Der Club hat Rücksprache mit der Polizei und der Gemeinde genommen. «Wir werden nun Massnahmen einleiten», kündigt Aeppli an und spricht von noch mehr Überwachungskameras, für die der Gemeinderat nun die Grundlage geschaffen habe. Der Präsident appelliert auf der FC-Homepage an die Bevölkerung, verdächtige Geschehnisse sofort zu melden.

Erstellt: 13.08.2019, 18:08 Uhr

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