Elsau

Feldweg illegal mit Pflanzengift besprüht

An einem Feldweg bei Rümikon ist nach einem illegalen Einsatz von Herbiziden Schaden entstanden. Die Gemeinde hat den Verursacher gesucht – und gefunden.

Erst noch grün, dann plötzlich braun: der Feldweg bei Rümikon.

Erst noch grün, dann plötzlich braun: der Feldweg bei Rümikon. Bild: Madeleine Schoder

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Ein Spaziergänger aus Elsau machte letzte Woche eine unschöne Entdeckung. Unterwegs mit seinem Hund ausserhalb Rümikons wurde der ansonsten grüne Feldweg plötzlich braun. Gras und Pflanzen sind abgestorben und auch die Ränder des Weges sind gelblich verfärbt. Für den Spaziergänger ein klarer Fall: Hier hat jemand Pflanzengift versprüht. «Muss das sein? Darf das sein?», fragt er in einem E-Mail an die Gemeinde und die Redaktion des «Landboten». «Die Landwirtschaft versprüht schon genügend Gift in die Natur. Die Medien sind aktuell voll mit Meldungen zum Rückgang der Artenvielfalt», schreibt er weiter.

«Wollen wir nicht»

Es müsse und dürfe nicht sein, sagt Gemeindeschreiber Ruedi Wellauer: «Wir wollen natürlich keine Herbizide auf unseren Wegen.» Das gelte genauso für Dünger und anderes. 2006 habe die Gemeinde den Unterhalt der Wege von der Flurgenossenschaft übernommen und seit jeher giftfrei durchgeführt. Das ist seit 2001 auch gesetzlich festgeschrieben: «Auf Strassen, Wegen und Plätzen dürfen Pflanzenschutzmittel, die dazu bestimmt sind, unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu vernichten oder auf ein unerwünschtes Pflanzenwachstum Einfluss zu nehmen, nicht verwendet werden.» Erlaubt ist der Einsatz aber etwa auf den Feldern neben des Weges.

«Wir wollen natürlich keine Herbizide auf unseren Wegen.»Ruedi Wellauer,
Gemeindeschreiber

Aufgrund des Schadensbildes sei man davon ausgegangen, dass das Gift durch einen Bewirtschafter beziehungsweise Landwirt versprüht worden sei, sagt Wellauer. Die Gemeinde beauftragte ihren Leiter der Gemeindewerke, der Sache nachzugehen und sich auf die Suche nach dem Verursacher des Schadens zu machen.

Der Verantwortliche konnte in kurzer Zeit aufgespürt werden. Er habe erklärt, dass es sich keineswegs um Absicht gehandelt habe, sagt Wellauer. «Ein Teil des Spritzbalkens war nicht zu und er hat es erst während der Fahrt gemerkt.» Das erkläre auch, weshalb lediglich ein Stück des Weges betroffen sei. Da es sich um ein Teil-Herbizid handelte, sei zum Glück kein Totalschaden am Weg entstanden. «Es ist hoffentlich bald wieder grün», sagt Wellauer. Auf eine Anzeige verzichtet die Gemeinde, der Verursacher werde jedoch schriftlich abgemahnt. (Landbote)

Erstellt: 14.05.2019, 17:45 Uhr

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