Turbenthal

Frauen drängen Küng aus dem Amt

Georg Brunner bleibt Gemeindepräsident. Markus Küng wurde hingegen auch als Gemeinderat klar abgewählt. Katharina Fenner und Katrin Ruzicka überholen den Bisherigen.

Künftig regieren in Turbenthal auch zwei Frauen mit.

Künftig regieren in Turbenthal auch zwei Frauen mit. Bild: Marc Dahinden

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Der amtierende Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) spricht von einem Traumresultat. Er erzielte bei den Gemeinderatswahlen mit 899 Stimmen das beste Ergebnis aller Kandidierenden. Auch bei der Wahl um das Gemeindepräsidium überflügelte der Metzgermeister seinen Konkurrenten Markus Küng (parteilos) mit grossem Vorsprung. Erfreulich ist für Brunner insbesondere auch, dass seine FDP-Kollegen Katharina Fenner und René Gubler die Wahl in den Gemeinderat klar geschafft haben, wie er sagt. Über die Abwahl seines Konkurrenten als Gemeinderat ist er hingegen überrascht: «Wir haben gut zusammengearbeitet.»

Küng sieht auch Positives

Markus Küng reagiert enttäuscht auf seine Abwahl. Er übertraf mit 494 Stimmen zwar klar das absolute Mehr von 439 Stimmen, scheidet aber überzählig aus. «Die Stimmbürger haben nicht erkannt, wo die Stärken und Schwächen der Kandidaten liegen», sagt Küng. Positiv sei für ihn nun, dass er künftig mehr Freizeit haben werde. Die Hauptschuld für seine Abwahl sieht er indes bei den Medien, die kürzlich über ein Facebook-Inserat berichtet hatten. Das sei Rufmord gewesen, sagt er. Der «Landbote» und später auch der «Tössthaler» thematisierten vor den Wahlen, dass Küng nebst seinen Aufgaben als Gemeinderat und Schulleiter eine IT-Firma betreibt, mit der er mehrere Jahre lang die eigene Schule mit Informatikmaterial belieferte und für den externen Support zuständig war.

Die Schulpflege verteidigte das Geschäft daraufhin in beiden Zeitungen mit einer längeren Stellungnahme.

Kein Männergremium mehr

Abgewählt wurde Küng, weil zwei Frauen auf Anhieb viele Stimmen holten. Bisher war der siebenköpfige Turbenthaler Gemeinderat ein reines Männergremium.

Neu dabei ist nun Katharina Fenner (FDP), die 769 Stimmen auf sich vereinen konnte. Die Betreibungsbeamtin war zuvor unter anderem Mitglied in der Rechnungsprüfungskommission. Vor den Wahlen sagte sie, dass ihr Sachpolitik wichtig sei. Man dürfe dabei aber nie vergessen, dass man mit Menschen Lösungen finden müsse.

Ebenfalls neu gewählt wurde Katrin Ruzicka-Eigenbauer (parteilos). Die Verwaltungsangestellte erzielte 544 Stimmen.

Klar wiedergewählt wurden die vier bisherigen Gemeinderäte Walter Fehr (BGV, 855 Stimmen), Heinz M. Schwyter (parteilos, 850 Stimmen), René Gubler (FDP, BGV, 844 Stimmen ) und Roger Schwender (parteilos, 807 Stimmen.

Zwei Neue nicht gewählt

Zu Kampfwahlen kam es in Turbenthal auch bei den Schulbehörden. Die Wahl in die Primarschulpflege verpasst hat Monika Schuler. Bei der Sekundarschulpflege Turbenthal-Wildberg scheidet Roswitha Hänni ebenfalls überzählig aus. (Landbote)

Erstellt: 22.04.2018, 19:49 Uhr

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