Ilnau-Effretikon

Fünf fusionswillige Kirchenpflegemitglieder gesucht

In der reformierten Kirchenfpflege Kyburg bleiben Ende Jahr noch zwei von fünf Kirchenpfleger übrig. Und in zwei Jahren soll die Gemeinde fusionieren.

Ruedi Morf, Präsident der reformierten Kirchenpflege, tritt Ende Jahr nach 16 Jahren zurück.

Ruedi Morf, Präsident der reformierten Kirchenpflege, tritt Ende Jahr nach 16 Jahren zurück. Bild: Madeleine Schoder

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Die reformierte Kirchenpflege Kyburg braucht dringend neue Mitglieder. Derzeit ist die Behörde gerade noch beschlussfähig. Denn von fünf Mitgliedern sind noch deren drei übrig, inklusive Präsident Ruedi Morf. Und so viele braucht es mindestens auch.

«Ich wäre gerne geblieben»Ruedi Morf,
Scheidender Präsident der Kirchenpflege Kyburg

Zu dieser Situation ist es gekommen, weil zwei Behördenmitglieder in diesem Jahr zurückgetreten sind. Aus persönlichen Gründen, wie Morf sagt. Die Lage wird sich Ende Jahr weiter zuspitzen, denn dann tritt auch er zurück.

Nach 16 Jahren, während derer er in der Pflege tätig war, vier davon als Präsident. Ihn zwingen gesundheitliche Gründe zum Aufhören. «Ich wäre gerne geblieben», sagt der heute 74-Jährige.

Keine Ersatzwahl mehr angeordnet

Eine Ersatzwahl hat die Kirchenpflege nach dem ersten Rücktritt im vergangenen Januar nicht mehr angeordnet, weil am 15. April sowieso Erneuerungswahlen anstehen. Und der zweite Rücktritt ist erst im September erfolgt. «Nun sind unsere Gemeindemitglieder gefordert», sagt Morf. Denn auch die zwei verbliebenen Kirchenpfleger wollen per Ende Amtsdauer nicht mehr weiter machen.

Erschwerend, oder als Herausforderung, wie es Morf nennt, kommt hinzu, dass die Kirchgemeinde, die aus etwa 220 Mitgliedern besteht, per 2020 eine Fusion mit einer der Nachbargemeinden anstrebt. Im Gespräch sind Illnau-Effretikon, das politisch bereits mit Kyburg fusioniert hat, Weisslingen und Winterthur. Konkreteres wie etwa das Datum der Fusionsabstimmung ist noch nicht bekannt. «Das zu definieren, wird die Aufgabe der neu gewählten Behörde sein», sagt Morf.

Die Herausforderungen, die auf die Behördenmitglieder zukommen, seien durchaus interessant: Es gelte nämlich herauszufinden, welche Option oder welcher Nachbar am ehesten in Frage käme, «so dass die Vorlage bei einer Abstimmung bei unseren Mitgliedern auch durchkommt».

Die neu gewählten Kirchenpfleger wären für mindestens zwei Jahre im Amt, danach könnten sie es nieder legen. «Es wird eine besonders verantwortungsvolle Zeit sein, da damit der Weg in die Zukunft festgelegt wird», sagt Morf.

Ehemaliger Kirchenpflegerals Präsident ad interim

Die Zeit zwischen dem 1. Januar und dem Amtsantritt der neu gewählten Behörde überbrückt der von der Bezirkskirchenpflege eingesetzte Emil Zehnder, ehemaliger Präsident der Kirchenpflege Oberwinterthur. Er wird der Behörde als Präsident ad interim vorstehen.

Zehnder hat in dieser Funktion Erfahrung, er war in den Kirchgemeinden und -pflegen Buch am Irchel, Turbenthal und Rickenbach tätig. Er wird die Tätigkeit so lange ausführen, bis eine funktionsfähige neue Pflege im Amt oder eine Fusion vollzogen ist.

Die Kirche in Kyburg so regional bekannt werden

Und was das Gotteshaus, die Kirche gegenüber des Schlosses Kyburg, anbelangt, so ist für Morf klar: «Die muss erhalten bleiben, denn dieses Juwel können wir nicht verlottern lassen.» Man habe deshalb bereits begonnen, sie mit dem Projekt «Kirche am Weg» regional bekannt zu machen.

So ist sie nun etwa täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Wanderer und Ausflügler können beispielsweise darin beten, meditieren, einer Organistin beim Üben zuhören oder ein kurzes Gespräch mit der Pfarrerin Christina Reuter führen.

Diese hat derzeit ein Arbeitspensum von 60 Prozent inne. Und das wird sich bis 2020 auch nicht ändern. «Danach hoffen wir langfristig auf 30 Prozent für Kyburg», sagt Morf. Nun sind aber erstmal fünf neue Kirchenpfleger gefragt. Die Zeit drängt, denn Mitte Januar soll die Wahlliste bereit sein für den Druck.

(Der Landbote)

Erstellt: 22.12.2017, 15:16 Uhr

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